VOLKSMUSIKGALA: Ehrenklänge für Vreny und Franz Stadelmann

Ehre, wem Ehre gebührt: Chöre, Kapellen und Jodlerklubs gaben am Sonntag im Unterhaltungspalast «Das Zelt» in Emmenbrücke für die Entlebucher Ländlerstars Franz Stadelmann (66) und seine Schwester Vreny (52) eine grosse Volksmusikgala.

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Seit Jahrzenten Stars in der Volksmusik: Franz Stadelmann und seine Schwester Vreny. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Seit Jahrzenten Stars in der Volksmusik: Franz Stadelmann und seine Schwester Vreny. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Der Menzberger Entertainer Stefan Schärli moderierte den Event mit 300 begeisterten Gästen und insgesamt sieben Formationen auf der Bühne. «Eine willkommene Abwechslung mit herrlicher Musik», freute sich am Abend beim Empfang im Clubhaus des Sportclubs Emmen der von bitteren Niederlagen geplagte FC-Luzern-Präsident Walter Stierli, der den ganzen Sonntag für seinen Verein gearbeitet hatte. «Alle haben sie uns auf der Bühne überzeugt mit ihren Darbietungen», schwärmten die Luzerner «ChueLee»-Schlagerstars Christian Duss und Willy Vogel. «Wir Entlebucher lieben natürlich auch die Volksmusik.»

Jubiläums-Formationen
Für die Begeisterung und den vielen Applaus sorgten die rund 100 Gala-Volksmusikanten. Vreny Stadelmannüberraschte ihren Bruder Franz, der gerade zum Ehrenmitglied des Eidgenössischen Jodlerverbandes ernannt wurde, 30 Jahre lang Juryobmann in der Szene war und Fahrlehrer von Beruf ist, mit ihrem Schüpfheimer Trachtenchor, den sie nunmehr ebenfalls seit 30 Jahren dirigiert. Nicht fehlen durfte auch der Jodlerklub Alpenglühn, den Stadelmann, seit 1993 Träger des Goldenen Violinsschlüssels (Oscar der Volksmusik), bis vor kurzem während 42 Jahren dirigierte. Mit einer Gemeinsamkeit standen das Jägerchörli des Amtes Entlebuch und die Blaskapelle Napfgold auf der Bühne: Beide feiern dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen.

Das 250-Franken-Alphorn
Einer machte sogar in zwei Kapellen mit: Adamo Häller in den Trios mit Simon Haller und Roland Zumstein sowie mit Urs Lötscher und Dani Bucher. An den Alphörnern zauberten Vater und Sohn: Werner und Patrick Brühlmann aus Küssnacht am Rigi und Sursee. «30 Franken fehlten von einem Monatslohn von 250 Franken damals, als ich mein erstes Alphorn kaufte», schmunzelte Vater Brühlmann. Heute kostet so ein Ding zwischen 3000 und 3500 Franken? Dann der rührende Schlusspunkt mit den beiden bekanntesten Liedern von Komponist Franz Stadelmann, «Daheim» und der «Beichle-Jutz». Auch der Luzerner Sportarzt DidiSchmidle war am Schluss ganz gerührt: «Eine ganz tolle Stimmung, fast wie an einem Schwingfest.»

André Häfliger