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Von Wüste und Wahn

Redaktor Balz Bruder über die Brände in Südeuropa.
Balz Bruder
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Dass es im Sommer gewittert, ist ebenso eine Binsenwahrheit wie jene, dass es im Winter schneit. Meistens jedenfalls. Und auch die Waldbrände gehören zum Hochsommer wie die vom Gewitterregen gefluteten Keller. Wenn da nicht die Häufung von Überschwemmungen ebenso wie jene von Bränden wäre. Ihre Anzahl ist das eine, ihre biblischen Ausmasse sind das andere. Das zeigen die Hochwasser von Nordamerika bis Südostasien gleichermassen wie der Flächenbrand, der die Wälder in Südeuropa erfasst hat.

Gewiss, die Ursachen dieser «Naturkatastrophen» sind unterschiedlicher Art. Die Palette reicht von klimatischen Veränderungen in der Atmosphäre bis zu einfachen Brandstiftungen. Gemeinsam ist den Ereignissen dies: Menschenhand führt hier wie dort Regie. Bei den Beiträgen zum Klimawandel ebenso wie beim Brandstiften. Der Präsident der Region Latium hat dafür die rich­tigen Worte gefunden: «Ich würde Donald Trump gern einladen, damit er versteht, was es bedeutet, Klimaabkommen nicht einzuhalten.» Er weiss, wovon er spricht. Rom trocknet allmählich aus. Und wird es stets von neuem. Bis der Notstand nicht mehr zu beheben ist. Das wäre dann die Apokalypse.

Laut UNO-Experten sind 40 Prozent der Landoberfläche der Erde von Wüstenbildung und Landverödung betroffen oder gefährdet. Jedes Jahr werden 12 Millionen Hektaren Land – dreimal die Schweiz – zu Wüste. Daran ist nicht zu zweifeln: Wüstenbildung ist ein globales Problem. Und global zu lösen. Aber vor Ort. Und von uns allen. Dazu rufen Wetterleuchten und Bäume, die wie Fackeln lodern, auf. Auch nachdem sich Wasser und Feuer zurückgezogen haben. Gerade dann.

Balz Bruder

balz.bruder@luzernerzeitung.ch

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