Walliser Delegation reist zu Trauerfeiern nach Belgien

Der Walliser Regierungspräsident Jacques Melly sowie Vizepräsidentin Esther Waeber-Kalbermatten reisen am Dienstagnachmittag nach Belgien. Zusammen mit rund einem Dutzend Personen aus dem Wallis werden sie an Trauerfeiern für die Opfer des Busunglücks im Wallis von vergangener Woche teilnehmen.

Drucken
Teilen
Belgien gedenkt der Opfer. (Bild: Keystone)

Belgien gedenkt der Opfer. (Bild: Keystone)

Begleitet werden die beiden Regierungsratsmitglieder von François Genoud, Stadtpräsident von Siders VS. Zudem werden auch Christian Varone, Kommandant der der Walliser Kantonspolizei, Reynold Favre, Feuerwehrkommandant von Siders, Alain Rittiner, Chef der Ambulanz, sowie Jean-Pierre Deslarzes, Chef der kantonalen Rettungsorganisationen im Wallis, mitreisen.

Weitere Personen, die mit den Opferfamilien oder den Helfern in Kontakt waren, würden ebenfalls an der Trauerfeier teilnehmen, hiess es am Dienstag seitens der Walliser Kantonspolizei, die die Reise organisiert. Die Walliser Delegation wird am Mittwoch an der Trauerfeier in Lommel und am Donnerstag an der Feier in Louvain teilnehmen.

Wie schon am Montag bekannt wurde, nimmt auch Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf an der Trauerzeremonie in Lommel teil. Ihre Teilnahme zugesagt haben zudem der belgische König Albert II. und seine Frau Paola sowie der aus Belgien stammende EU-Präsident Herman Van Rompuy.

Erster Opfer beigesetzt

Da einige Opfer aus Holland stammen, werden auch das niederländische Kronprinzenpaar Willem-Alexander und Maxima sowie der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte an der Trauerfeier teilnehmen.

Insgesamt wurden beim Busunglück im Wallis 24 Kinder verletzt und 28 Personen getötet - davon 22 Kinder. Sie stammen aus der belgischen Stadt Lommel und aus Heverlee, einem Stadtteil Louvains.

Die Zeremonie für die 15 toten Kinder, die in Lommel die Schule besucht hatten, findet in der dortigen Arena statt. Diese fasst rund 5000 Personen. Zudem werden Leinwände aufgestellt, um die Trauerfeier nach draussen zu übertragen.

Mehrere hundert Menschen haben sich am Dienstag in Lommel versammelt, um einer beim Busunglück ums Leben gekommenen Angestellten der Primarschule die letzte Ehre zu erweisen. Die 37-Jährige ist das erste Opfer aus Lommel, das beigesetzt wurde.

sda