WASHINGTON: Kein ungeschützter Sex nach Zika-Infektion

Die US-Gesundheitsbehörden haben Männern, die mit dem Zika-Virus infiziert sind, zu einem mindestens sechsmonatigen Verzicht auf ungeschützten Geschlechtsverkehr geraten.

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Das Zika-Virus wurde erstmals durch Sex übertragen. Im Symbolbild: Eine Mücke in Guatemala aufgenommen. (Bild: EPA/ESTEBAN BIBA)

Das Zika-Virus wurde erstmals durch Sex übertragen. Im Symbolbild: Eine Mücke in Guatemala aufgenommen. (Bild: EPA/ESTEBAN BIBA)

Die Empfehlung gelte sowohl bei einer entsprechenden Diagnose als auch für den Fall, dass typische Symptome aufträten, erklärte die Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention am Freitag. Frauen, die schwanger werden wollten, sollten in beiden Fällen mindestens acht Wochen mit dem Versuch warten.

Das vor allem in Lateinamerika grassierende Zika-Virus steht im Verdacht, Mikrozephalie bei Babys auszulösen - einen abnormal kleinen Kopf und häufig auch schwere Hirnschäden. Daher gilt das durch Mücken übertragene Virus für Schwangere als besonders gefährlich.

Derzeit laufen wissenschaftliche Untersuchungen zu dem vermuteten Zusammenhang zwischen Zika und Mikrozephalie. Als gesichert gilt hingegen, dass das Virus die schwere Nervenkrankheit namens Guillain-Barré-Syndrom auslösen kann.

sda/afp