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WEF DAVOS: Unternehmen mit Public Eye-Awards «geehrt»

Die Royal Bank of Canada, Chemiegigant Roche sowie ein Uno-Wasserprojekt – das sind die «Gewinner» der diesjährigen Public Eye-Awards, die am Mittwoch am Rande des Wefs in Davos vergeben wurden.
Mit Sonnenbrille: Satiriker Patrick Frey trat als Roche-Manager Klaus Wendig auf. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mit Sonnenbrille: Satiriker Patrick Frey trat als Roche-Manager Klaus Wendig auf. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Zwei grosse Abwesende an der 5. Verleihung: Der amerikanische Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz verpasste sein Flugzeug und kommt nun erst am Donnerstag ans Wef. Und Jürgen Trittin liegt nach einer Herz-Attacke in Berlin im Spital. Dem Grünen-Fraktionschef geht es laut «Charité»-Mitteilung «soweit gut». Sein Zustand sei stabil, aber er bleibe für «eingehende Untersuchungen vermutlich bis Ende Woche» noch im Spital. Trotzdem verteilte in Davos Schauspielerin Julia Jentsch im Namen der «Erklärung von Bern» und von «Greenpeace» (vertreten durch die Luzerner Stiftungspräsidentin Cécile Bühlmann) vier Awards an die «sozial und ökologisch skrupellosesten Firmen des Jahres», an die Royal Bank of Canada (Global-Award), an Roche (Swiss- und Publikums-Award) sowie an das UNO-Wassermandat von Global Compact (Greenwash-Award). Keine der «geehrten» Firmen nahm die «Preise» entgegen. Satiriker Patrik Frey trat indes als Roche-Manager Klaus Wendig auf, Schauspieler und Sänger Carlos Leal legte mit Rapper Greis im Duett los.

Neu ein vierter Anti-Oscar dabei
Laut der Jury steht die Royal Bank of Canada als umsatzstärkstes kanadisches Unternehmen am Pranger wegen seiner «Rolle als weltweit führender Financier der Ölkonzerne». Diese würden in der Provinz Alberta «auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das dreckigste Rohöl der Welt» fördern. Roche räumte gleich zwei Anti-Oscars ab: Den Swiss-Award der Jury und den Publikums-Award mit während in nur 10 Tagen eigegangenen über 20'000 Internet-Stimmen. Den neu geschaffenen Greenwash-Award hat die Fachjury dem Uno-Wassermandat verliehen, das im Rahmen des Global Compact-Projektes lanciert wurde. «Von Wasser als primärer Ressource finanziell profitierende Weltkonzerne geben vor, in diesem Klub gemeinsam mit UN-Organisationen und NGOs die Wasserkrise zu bekämpfen. Stattdessen betreiben sie ihre Politik der Wasserprivatisierung systematisch weiter», erklärte Richard Girard vom kanadischen Polaris-Institut.

André Häfliger, Davos

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