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WEF IN DAVOS: Markus Reinhardts Tod löst Bestürzung aus

Wef-Sicherheitschef Markus Reinhardt ist tot. Die Nachricht vom mutmasslichen Suizid des Chefs der Bündner Kantonspolizei hat in Davos tiefste Bestürzung ausgelöst.
(Symbolbild swiss-image.ch/pd)

(Symbolbild swiss-image.ch/pd)

Laut dem Bündner Regierungspräsident Claudio Lardi ist der 61-jährige Kommandant der Kantonspolizei am Dienstagmorgen – am Tag vor der Eröffnung des 40. Weltwirtschaftsforums – tot in seinem Hotelzimmer in Davos aufgefunden worden. «Was sich hier ereignet hat, ist eine menschliche Tragödie», erklärte Lardi. «Alle Hinweise deuten auf einen Suizid hin. Wir sind alle fassungslos und tief betroffen.» Nach eigenen Angaben klärt die Bündner Staatsanwaltschaft nun ab, ob der Tod Reinhardts allenfalls auf ein Fremdverschulden zurückzuführen ist.

Weiter betonte Lardi, die Sicherheit am Wef sei durch den tragischen Tod des seit 26 Jahren dafür Verantwortlichen in «keiner Weise» gefährdet oder betroffen. «Alle Dispositive stehen und alle Massnahmen laufen normal ab.» Für die Wef-Sicherheit zeichne jetzt Marcel Studer, der Stabschef der Kantonspolizei, verantwortlich. Beim Polizeikorps ernannte die Regierung Reinhards Stellvertreter Robert Willi zum Kommandanten ad interim.

Widmer-Schlumpfs Beileid
Neben Lardi zeigten sich auch Regierungsrätin Barbara Janom sowie die Bündner Bundesrätin Evelyn Widmer-Schlumpf «äusserst bestürzt» von der traurigen Nachricht. In erste Linie gelte nun den Angehörigen das tief empfundene Beileid. Janom würdigte die «hervorragenden Dienste», die Reinhard für den Kanton Graubünden und dessen Polizeikorps, dem er 26 Jahre lang vorstand, geleistet hat. «Reinhardt hat seine Aufgabe mit grösstem Engagement, ausserordentlicher Kompetenz und auch mit viel Herz erfüllt», erklärte Widmer-Schlumpf. «Er war eine grosse Persönlichkeit, auf die man sich stets verlassen konnte.»

Trauernde Wef-Teilnehmer
Gross war die Anteilnahme am Dienstagabend auch bei den Wef-Teilnehmern, die bereits in Davos eingetroffen sind. «Dieses tragische Ereignis ist für uns alle unfassbar. Unsere Gedanken sind jetzt ganz bei den Hinterbliebenen», erklärte Wef-Gründer Klaus Schwab. An seinem traditionellen Vorabendempfang im «Belvédère» war die Stimmung entsprechend gedämpft. Traurig sagte der Schweizer Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann: «Das ist eine ganz schreckliche Nachricht und ein sehr tragischer Auftakt zum diesjährigen Forum». Fassungslos ist auch Armin Amrein, der Luzerner Direktor des Prinz-Charles-Hotels Walserhof in Klosters: «Ich empfinde grösste Trauer und hoffe nur, dass dies alles nicht mit stets wachsendem Druck und immer ansteigenden Anforderungen am Wef zu tun hat.»

André Häfliger, Davos

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