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Weiterer Felssturz im bündnerischen Bergell niedergegangen

Am Pizzo Cengalo im südbündnerischen Bergell ist am Freitagabend zwischen 20.30 Uhr und 22.30 Uhr ein weiterer Felssturz niedergegangen. Nach Angaben der Behörden löste er aber keinen unmittelbaren Murgang aus. Personen kamen keine zu Schaden.
Blick ins Val Bondasca bei Bondo. Am 23. August war ein Bergsturz am Piz Cengalo niedergegangen. Acht Wanderer gelten seither als vermisst. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Blick ins Val Bondasca bei Bondo. Am 23. August war ein Bergsturz am Piz Cengalo niedergegangen. Acht Wanderer gelten seither als vermisst. (Archivbild) (Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die Gefahr für Murgänge bleibe aber weiterhin hoch, teilte die Gemeinde Bregaglia am Samstagmorgen mit. Die Bewohnerinnen und Bewohner aus Bondo, Spino und Sottoponte dürften deshalb erst ab Mittag in ihre Häuser zurückkehren. Die Kantonsstrasse sei im Einbahnverkehr offen. Es müsse jedoch mit Wartezeiten bis 30 Minuten gerechnet werden.

Wie viel Gestein sich löste, war noch nicht bekannt, wie Christian Gartmann, Mediensprecher des Führungsstabes der Gemeinde Bregaglia, auf Anfrage erklärte. Ein Helikopter befinde sich zwar in der Luft, doch er habe wegen der Wolken keine Sicht auf den Berg.

Am Piz Cengalo bei Bondo rumorte der Fels bereits am Freitagnachmittag wieder stärker. Eine Felsmasse zwischen 200'000 und 500'000 Kubikmeter bewegte sich beschleunigt, teilte der Führungsstab der Gemeinde Bregaglia mit.

Der Führungsstab rechnete deshalb mit einem Abbruch in den Morgenstunden des Samstags. In der Gefahrenzone befanden sich keine Personen. Das Dorf Bondo war bereits nach einem ersten schweren Bergsturz am 23. August evakuiert worden.

Bondo nachts unbewohnt

Die Gefahr eines Murgangs via Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell ist seit dem grossen Bergsturz erhöht. Entsprechend ist auch das Sicherheitsdispositiv auf eine solche Entwicklung ausgelegt.

Das Dorf Bondo am Eingang zum Val Bondasca sowie die Siedlungen Spino und Sottoponte in der Nähe sind nachts immer noch evakuiert. Tagsüber wird der Zugang zu den Häusern jeden Tag neu nach dem Stand der Entwicklungen geprüft.

Grosse Schäden nach erstem Bergsturz

Bei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit über 130 Jahren waren am vergangenen 23. August drei Millionen Kubikmeter Fels vom Piz Cengalo abgebrochen. Der anschliessende Murgang wälzte sich durch das Seitental Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell zu den Ortschaften Bondo, Spino und Sottoponte.

Häuser wurden beschädigt sowie die alte und die neue Kantonsstrasse. Acht Menschen werden seither vermisst. Die Bergwanderer starben vermutlich unter den Trümmern.

sda

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