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Welches war der «Hosenlupf» ihres Lebens?

Viel Prominenz mischte sich gestern in Frauenfeld unter die Fans und nahm die «Bösen» im Sägemehl ebenfalls scharf unter die Lupe. Welches war denn in ihrem Leben der «Hosenlupf», der sie am meisten anstrengte?
Mit Ferngläsern ausgerüstet auf der Tribüne: Nidwaldens FDP-Nationalrat Edi Engelberger mit seiner Ehefrau Doris. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mit Ferngläsern ausgerüstet auf der Tribüne: Nidwaldens FDP-Nationalrat Edi Engelberger mit seiner Ehefrau Doris. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Für die Glarner Sportlegende Künzli Fritz, der 1953 mit sieben Jahren in Schwendi Sieger des Jungschwinger-Kantonsduells zwischen Glarus und Graubünden, war es das erste offizielle Spiel als Fussballer. «Das war ein Jahr nach meinem Triumph als Jungschwinger. Ich war so stolz, dass da ein richtiger Schiedsrichter das Spiel leitete und dachte ständig: Jetzt hast du den Bann gebrochen, jetzt bist du dabei!»

Es war übrigens exakt an dem Tag, die Schweizer Nationalmannschaft schon mächtig nach Künzli rief: Sie verlor nämlich nach einer 3:0-Führung am Schluss noch 5:7 gegen Österreich.

Für Knüsel Harry, den Zuger Schwingerkönig von 1986, ist bis heute klar: «Der 'Lupf' meines Lebens hatte ich damals im Dauerregen von Sion, als ich im Schlussgang Schläpfer Ernst besiegte, indem ich ihn rückwärts übers Knie kehrte. Ein Wurf, den wir eigens eingeübt hatten und der weder vor noch nach mir je wieder angewendet wurde.» Eine Eigenkreation für die Ewigkeit von Knüsel, der in Frauenfeld mit seiner Ehefrau Roher Edith das beliebte «Königszelt» mit 220 Plätzen betreibt.

Das Gress-Debüt
Fussball-Trainerlegende Gress Gilbert, am Sasmtag erstmals an einem Schwingfest dabei, hat seinen «Hosenlupf» am Freitag bei seiner Anfahrt erlebt: «Von Neuenburg hierher brauchte ich über fünf Stunden mit dem Auto. Das war so anstrengend! Aber es hat sich gelohnt: Wahnsinn, diese tolle Stimmung hier - und alles so friedlich, echt vorbildlich. Das sollten sich mal jene, die im Fussball randalieren, anschauen kommen!»

Die Übernahme seiner Bahn-Firma Stadler-Rail ist für SVP-Nationalrat Spuhler Peter der «Lupf» seines Lebens: «Das brauchte echt Kraft und Nerven!» Aber es hat sich gelohnt: Der in Sevilla geborene Thurgauer übernahm 1989 mit 18 Angestellten, heute sind es über 3000.

Für FDP-Ratskollege Engelberger Edi war es 1995 die Wahl in den Nationalrat: «Weil ich seit 100 Jahren erstmals wieder ein Liberaler war in Obwalden und ich sowohl CVP, SP und die Grünen besiegen konnte.» Der nächste «Lupf» ist schon im Anflug: Engelberger ist im September an der doppelten Bundesratswahl in Bern als Bürochef leitender Stimmenzähler?

Der Russi-Wachs
Die Neat-Bahn an Lötschberg und Gotthard aufzugleisen, das bezeichnet der Berner Oberländer Ogi Adolf als «Hosenlupf» seines Lebens. «Weil es grosses Durchhaltevermögen und strikte Zielorientierung auf drei Ebenen brauchte: Im Nationalrat, im Ständerat und beim Volk», erklärte der ehemalige Bundesrat, der übrigens gleich an drei grosse Berner Siege in nächster Zukunft glaubt: Heute im Sägemehl, zweifach dann im September in der vereinigten Bundesversammlung.

Der Bündner Raiffeisen-Bankchef Vinzenz Pierin bezeichnet die Schule als seinen grössten Lebenslupf: «Ich hasste die Schulbank, schaffte die Matura nur ganz knapp. Erst beim Betriebswirtschafts-Studium in St. Gallen ging mir der Knopf richtig auf - und ich zog es in glatten vier Jahren durch.»

Der Nidwaldner Ex-Skidirektor Berlinger Paul erinnerte sich schmunzelnd: «Als ich 1970 in Val Gardena Russi Bernhard eigenhändig den Wachs von den Skis kratzte, dachten alle, ich spinne. Tatsache ist, dass Russi danach auf diesen Skis Weltmeister wurde.»

Für Unternehmer und Bob-Olympiasieger LeuteneggerHans war das «Anstossen des Viererbobs» die «mühsamste Anstrengung» seines Lebens. Im positiven Sinne als «Lupf» bezeichnet SVP-Nationalrat Föhn Peter die Hochzeit 1979 mit seiner Ehefrau Priska: «Zum einen, weil das ganze Muotathal auf den Beinen war, zum anderen, weil wir immer noch sehr glücklich zusammen sind!»

André Häfliger/kst

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