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Wenn die Küche ganz alleine kocht

Der Scanner X-Spect befindet sich noch im Konzeptstadium. (Bild: PD)

Der Scanner X-Spect befindet sich noch im Konzeptstadium. (Bild: PD)

Neuheiten Tränen beim Zwiebelschneiden, klebrige Hände vom Teigkneten oder Brandblasen an den Fingern könnten bald endgültig passé sein, denn: Das Kochen übernehmen demnächst Sensoren, Kameras und Computer. Auch die komplett automatisierte Küche steht bereits in den Startlöchern.

Der Scanner X-Spect von Bosch soll mit Hilfe von Sensoren für das menschliche Auge nicht sichtbare Informationen von Oberflächen erkennen und uns als «smarter Ernährungsberater» sagen, ob die Mango schon reif ist, welchen Nährwert sie hat oder wie lange das Stück Gruyère noch haltbar ist und aus welchen Fleischsorten ein Burger besteht.

Auch in der Waschküche will sich der X-Spect nützlich machen: Er identifiziert per Scan, woraus ein Fleck besteht, und gibt Tipps für das Wasch- und Trockenprogramm.

Eine Art «Permanente Kochschule für zu Hause plus Geling-Garantie» verspricht das intelligente Induktionskochfeld des Start-ups Cuciniale aus Rorschacherberg, das noch dieses Jahr auf den Markt kommen soll. Kombiniert mit Bluetooth-Sensor und einer App für Smartphone und Tablet leitet Cuciniale per «Guided Cooking» Schritt für Schritt durch das Rezept, zeigt Schneidetechniken, gibt Profitipps, verfügt über ein Sicherheitssystem, das mit Hilfe von akustischen Signalen nichts anbrennen lässt, und meldet sich, wenn Zutaten hinzugefügt werden müssen oder das Essen fertig ist. Künstliche Intelligenz, die über das Wissen eines erfahrenen guten Kochs verfügt und sechs Sensoren sollen Gewicht, Struktur und Zusammensetzung der Lebensmittel erkennen und Hitze und Garzeit individuell anpassen können.

Noch weiter geht die Lon­doner Firma Moley Robotics, die 2018 ihre vollautomatisierte ­Roboterküche Moley europaweit auf den Markt bringen will. Nach der Rezeptauswahl per Smartphone oder Touchscreen übernehmen zwei Roboterarme, die oberhalb des Herds aus der Wand ragen, die Kocharbeit: Knöpfli in der Pfanne wenden, dazu Geschnetzeltes anbraten, die Sauce sämig rühren und am Ende alles anrichten.

Um genau zu sein, hat man mit Moley die Kochkünste des Meisterkochs Tim Anderson im Haus, denn seine Art und Weise zu kochen hat der Erfinder von Moley per 3D-Kamera aufgezeichnet, analysiert und dann genauso mit Hilfe künstlicher Intelligenz in den Roboterhänden mit der gleichen Geschwindigkeit, Empfindlichkeit und Bewegung wiedergegeben.

Alles erledigt Moley dann doch nicht: Gemüse schnippeln und abwaschen – sie soll allerdings schmutziges Geschirr fein säuberlich im Abwaschbecken ablegen. Immerhin. (uw)

Ein Kochfeld von Cuciniale kostet ab 500 Franken. (Bild: PD)

Ein Kochfeld von Cuciniale kostet ab 500 Franken. (Bild: PD)

Die Roboterküche «Moley» kocht voll automatisiert. (Bild: PD)

Die Roboterküche «Moley» kocht voll automatisiert. (Bild: PD)

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