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WERBUNG: Posse um freizügiges Plakat mit Wetterfee

Die Stadt Zürich taxiert ein Plakat mit Wetterfee Linda Gwerder als sexistisch. In der Innerschweiz hängt die Werbung noch.
So hängt das Plakat nun in Zürich. Linda Gwerder ist wieder angezogen. (Bild: PD)

So hängt das Plakat nun in Zürich. Linda Gwerder ist wieder angezogen. (Bild: PD)

Im Minirock und knappem Top durch eine Stadt in Saudi-Arabien schlendern und das ganze auch noch via Internet verbreiten: Das war der Religionspolizei zu viel. Sie verhaftete die Frau. Immerhin: Nach einer mehrstündigen Befragung liessen sie die Sittenwächter am Dienstag wieder frei.

Hierzulande gilt zwar nicht die Scharia. Die Stadt Zürich tut sich dennoch schwer mit nackter Haut auf öffentlichem Grund. Mit einer Aktion, die an die Kleidermandate in der Alten Eidgenossenschaft erinnern, befeuerte sie eine Posse, über die Telezüri, der «Blick» und andere Medien genüsslich berichteten. Das Amt für Städtebau, genauer gesagt die Abteilung für Reklamebewilligung, wies die Plakatwerbefirma APG an, ein Plakat für «Indigo Fitness» mit dem Slogan «look better naked» (nackt besser aussehen) wieder abzuhängen.

Die Stadtangestellten taxierten das Bild, auf dem ansatzweise der Busen und fast unverhüllt der Bauchnabel von Model und Wettermoderatorin Linda Gwerder zu sehen ist, als sexistisch. Am Donnerstag wurde das freizügige Sujet durch eine gänzlich angezogene Linda Gwerder ersetzt. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb ein Fitnessstudio mit so viel nackter Haut werben müsse, begründet ein Sprecher des Zürcher Hochbaudepartements die Zensur.

Die Stadt erkennt keinen Zusammenhang zwischen einem nackten Körper und Fitness. Jonas Caflisch, Geschäftsführer von Indigo Fitness, hingegen schon. «Es handelt sich um sehr künstlerische Plakate mit der positiven Botschaft, dass man sich in seinem eigenen Körper wohlfühlt», sagt er.

Er wundere sich, dass die Stadt Zürich mit ihren strengen Massstäben zum Beispiel die Stop-Aids-Plakate mit expliziten Sexszenen nicht gestoppt habe.

Freizügigkeit in katholischen Gefilden

Das zwinglianische Zürich steht mit seiner rigorosen Haltung allein da. Die Innerschweizer Städte Luzern und Zug hatten jedenfalls nichts einzuwenden gegen die Sujets, auf denen Linda Gwerder den Passanten entgegenlächelt – soll noch jemand sagen, die Katholiken seien prüde. (kä)

So wirbt Model und Wettermoderatorin Linda Gwerder für einen Fitnessstudio. (Bild: PD)

So wirbt Model und Wettermoderatorin Linda Gwerder für einen Fitnessstudio. (Bild: PD)

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