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WETTER: Januar lässt Rekorde purzeln

Den Spruch «April, April, der macht, was er will» kann man dieses Jahr auch für den Januar verwenden. Der erste Monat des Jahres 2018 war zugleich der wärmste und stellenweise der nasseste seit Messbeginn.
«Im Januar kein Schnee mehr in Sicht im Flachland, Kagiswiler-Moos», schreibt Leser Josef Habermacher zu seinem Bild. (Bild: Leserbild Josef Habermacher (Januar 2018))

«Im Januar kein Schnee mehr in Sicht im Flachland, Kagiswiler-Moos», schreibt Leser Josef Habermacher zu seinem Bild. (Bild: Leserbild Josef Habermacher (Januar 2018))

Seit Silvesterabend spielt das Wetter im Alpenraum verrückt. Im Vergleich zur klimatologisch relevanten Norm der Jahre 1961 bis 1990 war es nördlich der Alpen 5 Grad zu warm. An vielen Orten im nördlichen Flachland wurde der wärmste Januar seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts registriert. In Basel und Genf, wo die Messreihen weiter zurückreichen, war es sogar der wärmste Januar seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die bisherigen Rekordwerte stammten aus dem Jahr 2007. Zermatt brach gleich zwei Rekorde: Die Gemeinde am Fusse des Matterhorns erlebte mit einem Durchschnittswert von –1,3 Grad nicht nur den wärmsten Januar, gleichzeitig lag mit 1,57 Metern am 22. Januar so viel Schnee wie noch nie in diesem Monat.

Viel Regen im Wallis

Der Januar war aber nicht nur warm: Es regnete auch viel. Besonders im Wallis: Dort wurde an zahlreichen Orten 4- bis 6-mal so viel Niederschlag gemessen wie sonst im Januar. In Visp waren es 615 Prozent des üblichen Niederschlags. Rekordwerte gab es auch im Kanton Graubünden, in Braunwald, auf der Göscheneralp, in Brienz, in Gsteig, in Magglingen oder auch auf dem La Dôle. Auch das Tessin blieb nicht verschont: Airolo und Val Bavona verzeichneten ebenfalls Januarrekorde. Weniger regnete es im Südtessin, die Niederschlagsmenge lag aber trotzdem über dem langjährigen Mittel.

Die Folge der grossen Wassermengen war Hochwasser, das zusätzlich durch die stark schwankende Schneefallgrenze verstärkt wurde. Dies war vor allem nach Orkan «Burglind» am 4. und 5. Januar der Fall und dann auch wieder von 22. bis 24. Januar.

Auch grosse Schneemengen

Neben Wärme und Regen sorgte auch der Schneefall für Rekorde: Auf dem Weissfluhjoch lagen am 23. Januar 3,13 Meter Schnee, so viel wie noch nie im Januar. In Davos wurde gleichzeitig eine Gesamtschneehöhe von 1,75 Metern gemessen, so viel wie seit 1999 nicht mehr. Mit 1,57 Metern gab es auch in Zermatt eine Gesamtschneehöhe, wie sie dort seit 1980 nicht registriert wurde.

Generell war der Januar 2018 sehr stürmisch. Vor allem die drei Tiefdruckgebiete «Burglind» am 3. Januar, «Evi» am 16. und 17. Januar und «Friederike» am 18. Januar sorgten für extreme Böen und teilweise grosse Schäden.

Auf dem Pilatus wurde mit 195 Kilometern pro Stunde ein neuer Allzeitrekord gemessen. In Wädenswil wurden 151 Kilometer pro Stunde verzeichnet, und in Zermatt gab es 145 Kilometer pro Stunde. An den meisten Orten in der Schweiz war der Januar auch noch sonnenarm. An vielen Orten gab es nur 70 bis 80 Prozent des üblichen Sonnenscheins. (red)

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