WETTER: Zehn Grad kälter als normalerweise Mitte Juli

Das Tief, das derzeit über der Schweiz liegt, hat die Temperaturen in den Keller sausen lassen. Auf dem Titlis fielen 10cm Schnee.

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Trübe Aussichten, Regen und Wind vom Stanserhorn in Richtung Vierwaldstättersee. (Bild: Keystone)

Trübe Aussichten, Regen und Wind vom Stanserhorn in Richtung Vierwaldstättersee. (Bild: Keystone)

Normalerweise werden Mitte Juli durchschnittlich rund 23 Grad gemessen. Derzeit beträgt die Durchschnittstemperatur rund 13 Grad.

Letzte Nacht fiel die Schneegrenze auf teilweise auf 1800 Meter. Im Verlaufe des Donnerstags stieg sie wieder auf 2400 Meter, wie Christophe Voisard von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Neuschnee in der Höhe

Schnee bei der Skihütte auf der 2450 Meter über Meer gelegenen Station Stand unterhalb des Titlis. (Bild: Titlis.ch)

Schnee bei der Skihütte auf der 2450 Meter über Meer gelegenen Station Stand unterhalb des Titlis. (Bild: Titlis.ch)

In höheren Regionen fielen grössere Mengen Neuschnee: 66 Zentimeter ob Les Diablerets, 23 Zentimeter auf dem Gornergrat bei Zermatt VS und 10 Zentimeter auf dem Titlis bei Engelberg.

In tieferen Regionen fiel der Niederschlag in Form von grossen Regenmengen. Zwischen Sonntag und Mittwoch prasselten durchschnittlich 70 bis 120 Liter pro Quadratmeter herunter.

In den Freiburger und Waadtländer Alpen waren es bis zu 150 Liter. Oberhalb von Montreux VD wurden gar 180 Liter pro Quadratmeter gemessen. In den vergangenen 24 Stunden kamen in Teilen der Westschweiz sowie im Säntisgebiet noch einmal 30 Liter pro Quadratmeter dazu.

Mässige Hochwassergefahr am Luganersee

Akute Hochwassergefahr besteht derzeit nicht, wie der Naturgefahren-Webseite des Bundes entnommen werden kann. Einzig für den Luganersee, das Luganese und das Mendrisiotto wurde die Hochwasserstufe 2 ausgegeben. Dies bedeutet mässige Gefahr. Die Fachleute rechnen damit, dass der Pegel des Luganersees in den nächsten Tagen langsam sinken wird.

Wegen Hochwassers eingestellt wird ab Freitag der Kursschiffbetrieb auf der Aare zwischen Biel und Solothurn. Weil zur Regulierung der Jurarandseen viel Wasser durch den Nidau-Büren-Kanal geleitet wird, können die Schiffe nicht mehr unter den Brücken durchfahren.

sda

Hinweis: Aktuelle Wetterprognosen auf www.luzernerzeitung.ch/wetter