WEY-ZUNFT: Rolf Keller feierlich inthronisiert

Seit Samstag, punkt 19.13 Uhr, ist er in Amt und Würden: Rolf Keller, der neue Zunftmeister der Weyzunft.

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Weyzunft-Präsident Urs Märchy (links) übergibt dem neuen Zunftmeitsre Rolf Keller die Insignien. Rechts der neue Zunftweibel Giulio Capasso. (Bild André Häfliger / Neue LZ)

Weyzunft-Präsident Urs Märchy (links) übergibt dem neuen Zunftmeitsre Rolf Keller die Insignien. Rechts der neue Zunftweibel Giulio Capasso. (Bild André Häfliger / Neue LZ)

Die feierliche Inthronisation des obersten Weyzünftlers stieg am Samstag im Luzerner Grand-Casino. Zuerst aber würdigte Zunftpräsident Urs Märchy die «engagierten und selbstlosen» Tätigkeiten des 75. Zunftmeisters Daniel Amrein und seines Weibels Heinz Kaufmann. Dann aber war es soweit: Amrein musste schweren Herzens seine Insignien abgeben. Kette, Stab, Ring und Turmschlüssel wurden sogleich vom Präsidenten an den neuen Zunftmeister mit seinem Weibel Giulio Capassoübergeben. Die ersten Gratulanten waren natürlich Ehefrau Margrit, mit der Keller seit 18 Jahren verheiratet ist – und Tochter Deborah, Malerin von Beruf.

«Nun – jetzt stehe ich da», sagte Rolf Keller. «Zugegeben aufgeregt und nervös bin ich.» Aber diese Gefühle waren schnell verflogen, als der neue Weychef spürte, wie stark getragen er von den Zünftlern wird. Die Beliebtheit des 61-jährigen Elektro-Installateurs kommt nicht von irgendwo: Er ist schon seit 32 Jahren in der Wey-Zunft, war 1987 Weibel von Zunftmeister Jost Hammer, dessen Sohn Jürg mit seiner Cousine, Ex-Miss Schweiz und Fasnachts-Fan Bianca Sissing, kam. «Gerne trage ich meine Insignien», sagte FC Luzern-Fan Keller. «Aber ebenso gerne helfe ich Unter der Egg "Kafi Huerenaff" verkaufen.»

Studers «Fusionitis»?
Bescheiden gab sich der neue Fasnachtschef. Umso würdiger ging seine Inthronisation weiter. Die HGH-Band aus Vorarlberg spielte auf. Ehrengast Bernhard Kobler, CEO der Luzerner Kantonalbank, wünschte dem neuen Zunftmeister viel Glück. Und Stadtpräsident Urs W. Studer scheiterte mit seinem scherzhaften Versuch, die Wey-Zunft mit der Safran-Zunft zu fusionieren: «Wenn man einen Frosch, euer Wappentier, küsst, kann man auf eine Prinzessin hoffen. Was aber passiert, wenn man die Fritschene küsst??»

Zwei neue Zunftritter
Eine grosse Ehre zuteil wurde schliesslich Altunftmeister Hanspeter Schättin und Bannherr zu Fuss Erich Moser zuteil: Sie wurden vom neuen Zunftmeister als erste Amtshandlung zu Zunftritter geschlagen. Neu aufgenommen in die 1925 gegründete Zunft wurden Fabian Gloor und Rolf Birchler.

André Häfliger / Neue LZ