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WINTERSPORT: Das müssen Skifahrer wissen

Die Aussichten sind gut. In höheren Lagen hat es reichlich Schnee. Doch was ist, wenn man auf der Piste in einen Unfall verwickelt wird? Oder wenn Ihnen jemand die Ski klaut? Der Experte gibt Auskunft.
Dominik Buholzer
Symbolbild: Ein Ski-Unfall in den Bergen. (Bild: Keystone)

Symbolbild: Ein Ski-Unfall in den Bergen. (Bild: Keystone)

Dominik Buholzer

Es hat in den vergangenen Tagen in den höheren Lagen reichlich Schnee gegeben. Also ab auf die Piste! Doch was, wenn man plötzlich einen Unfall hat? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Ich bin beim Skifahren verunfallt. Wer zahlt meine Heilungskosten?

Die Heilungskosten nach einem Unfall sind entweder über die Unfallversicherung des Arbeitgebers des Verunfallten oder über die obligatorische Krankenversicherung gedeckt. «Erstere zahlt, wenn der Verunfallte mehr als acht Stunden pro Woche für einen Arbeitgeber in der Schweiz arbeitet. Zweitere übernimmt die Kosten derjenigen Personen, die weniger als acht Stunden pro Woche für die gleiche Firma tätig oder gar nicht erwerbstätig sind», so Ralph Echensperger, Leiter Schaden bei Zurich Schweiz.

Ich baue ausserhalb der Piste einen Unfall. Werde ich zur Kasse gebeten?

«Das kann in der Tat ins Geld gehen», meint Ralph Echensperger. «Hat der Skifahrer damit ein Wagnis begangen und die üblichen Regeln oder Vorsichtsgebote in schwerwiegender Weise missachtet, kann die Unfallversicherung Geldleistungen kürzen oder in besonders schweren Fällen komplett verweigern.»

Ich wurde von einem anderen Skifahrer angefahren. Wer muss zahlen?

In einem solchen Fall übernimmt die obligatorische Unfallversicherung die Heilungskosten. Der Versicherung ist vorbehalten, Rückgriff auf den Pistenrowdy zu nehmen, der wiederum durch seine Privathaftpflichtversicherung versichert ist.

Darf die Unfallversicherung die Leistung kürzen, wenn ich keinen Helm getragen habe?

«Nein», sagt Ralph Echensperger. Der Grund: «In der Schweiz besteht beim Skifahren keine Helmpflicht.» Wenn der Skifahrer aber zusätzlich ein Wagnis eingegangen ist, besteht die Möglichkeit einer Leistungskürzung. Als Wagnis gelten beispielsweise Geschwindigkeitsrennen oder Speedflying.

Ich baue betrunken einen Unfall. Werden mir die Leistungen gekürzt?

Je nachdem. Ist der Betoffene zu schnell oder rücksichtslos gefahren, kann die Unfallversicherung die Leistungen aufgrund grober Fahrlässigkeit kürzen.

Ich falle im Restaurant auf dem nassen Boden um und verletze mich. Wer haftet?

Grundsätzlich ist der Fall laut Ralph Echensperger klar: «Dies ist ein Unfall, und daher übernimmt die Versicherung die Heilungskosten.» Allenfalls prüfe die Versicherung, ob sie den Besitzer des Restaurants belangen könne.

Meine gemieteten Ski sind gebrochen. Wer bezahlt?

Die Privathaftpflichtversicherung des Mieters übernimmt in der Regel den Schaden.

Ich war nur kurz auf dem WC. Als ich zurückkomme, sind meine Ski weg. Habe ich Anspruch auf Ersatz?

«Ja», sagt Ralph Echensperger, «über die Zusatzdeckung ‹Einfacher Diebstahl auswärts› in der Hausratversicherung sind die Ski versichert.» Der Experte empfiehlt, die Ski zum Neuwert zu versichern.

Es hat zu wenig Schnee. Habe ich Anspruch auf eine Preisermässigung des Skiabos?

Ralph Echensperger muss nicht lange überlegen: «Leider nein, denn Schneemangel ist nicht versicherbar.»

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