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WISSEN: Allergie? Ab in den Tiefkühler mit der Bettwäsche

Etwa 8 Prozent der Schweizer reagieren allergisch auf den Kot von Hausstaubmilben. Die sind hartnäckig, überleben aber Temperaturen von minus 15 Grad nicht lange.

Unabhängig davon, ob es jemand mit der Hygiene genau nimmt oder nicht: Hausstaubmilben gibt es in jedem Schlafzimmer bis auf eine Höhe von etwa 1600 m ü. M. millionenfach. Sie tummeln sich auf der Bettwäsche, auf Matratzen, Kissen, Teppichen oder Kuscheltieren.

Im Grunde sind die nur 0,1 bis 0,5 mm grossen und deshalb von blossem Auge praktisch nicht sichtbaren Tierchen harmlos, sie ernähren sich von menschlichen Hautschuppen und übertragen keine Krankheiten. Aber: Ihr Kot ist bei uns eines der häufigsten Allergene, er kann entzündete Augen sowie Schnupfen- und Asthmasymptomen auslösen.

Bekannt ist, dass sich die Plagegeister und ihre Eier abtöten lassen, wenn man Bettwäsche oder Plüschtiere in einen Gefrierschrank steckt. Um auch die allergieauslösenden Substanzen zu entfernen, ist danach noch ein Waschgang erforderlich.

Bislang hatte aber noch niemand untersucht, welche Minustemperaturen wie lange einwirken müssen. Laut einem Bericht im «Journal of Allergy and Clinical Immunology» testeten dies US-Biologen mit einem Laborstamm von Dermatophagoides farinae. Diese Milbenart kommt im Hausstaub vor und ist weltweit verbreitet. In mehreren Versuchsreihen setzten Forscher der Wright State University in Dayton weibliche Tiere in kleinen Käfigen – mit einem Vorrat an Nahrung versorgt – Temperaturen von minus 4, minus 12 und minus 15 Grad Celsius aus.

Nach einer Dauer von wenigen Stunden bis zwei Tagen wurden dann wieder die für die Milben optimalen Lebensbedingungen von 22 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent hergestellt und zwei Wochen lang beibehalten. Dabei ermittelten die Biologen die Überlebensraten, die Eierproduktion und die Zahl geschlüpfter Larven.

Gute Theorie, eher schwierige Praxis

Die Milben erwiesen sich als recht kälteresistent: Viele überlebten ein achtstündiges Einfrieren bei minus 12 Grad oder 24 Stunden bei minus 4 Grad. Nach 24 Stunden bei minus 15 Grad und anschliessender Erwärmung auf Zimmertemperatur lebte die Hälfte der Tiere noch eine Woche lang. Sie produzierten jedoch keine Eier mehr und starben dann.

Auch wenn weitere für Allergiker wichtige Milbenarten kälteempfindlicher sind, sollte man laut den Forschern die Tiere zwei Tage lang Temperaturen von mindestens minus 15 Grad aussetzen. Und das alle paar Wochen, denn es rücken garantiert neue Milben nach. Auch die Grösse der Tiefkühltruhe sollte bedacht werden. Aber theoretisch würde es funktionieren…

Joachim Czichos/WSA

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