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WISSENSCHAFT: Zehn prägende Figuren

Das Fachmagazin «Nature» hat die zehn einflussreichsten Menschen der Wissenschaft 2017 gekürt – auch eine umstrittene Person.
Andrea Barthélémy (dpa)

Vom Quanten-Physiker bis hin zum umstrittenen neuen Chef der US-Umweltbehörde EPA – sie alle gehören zu den zehn Menschen, die nach Ansicht des Fachmagazins «Nature» im Jahr 2017 eine entscheidende Rolle in der Wissenschaft gespielt haben:

Gen-Korrektor: Das CRISPR-Verfahren – eine Gen-Schere, die Veränderungen im Erbgut ermöglicht – hat sich rasant in Laboren verbreitet. Mit Schwächen: Das meist verwendete Enzym Cas9 schneidet exakt, fügt aber die DNA-Abschnitte nicht verlässlich wieder zusammen. Der US-Biologe David Liu vom Broad Institute in Cambridge hat mit seinem Team ein neues Enzym entwickelt, das genau dies leistet.

Lebender Beweis: Emily Whitehead wurde im Sommer zum Gesicht eines medizinischen Durchbruchs. Als schwerkranke Sechsjährige hatte sie vor fünf Jahren in Philadelphia eine experimentelle Gen-Therapie gegen ihre Akute Lymphatische Leukämie (ALL) erhalten. Im August unterstützte Emily ihren Vater, als dieser vor der US-Zulassungsbehörde FDA dafür warb, die Therapie mit CAR-T-Zellen für Schwerstkranke zu genehmigen. Zwei Wochen später kam die Zulassung.

Fusions-Expertin: Die Astronomin Marica Branchesi in Italien hat zusammen mit den Ligo-Observatorien in den USA die Kollision zweier ferner Neutronensterne dokumentiert – über Gravitationswellen.

Vater der Quanten: Im Juli gelang es dem in Europa ausgebildeten Physiker Pan Jianwei von der Universität Hefei, den Rekord in Quanten-Teleportation zu brechen. Dazu beamte das Team den Quanten-Zustand eines Photons auf der Erde zu einem anderen Photon auf einem Satelliten in 1400 Kilometern Höhe – nach Wien und Peking. Dank der Quanten-Verschlüsselung konnten Teams in beiden Städten abhörsicher via Video chatten – kommt das Quanten-Internet?

Öffner des Sesames: Der Physiker Khaled Toukan aus Jordanien hat erreicht, dass Sesame – das erste Elektronensynchrotron im Nahen Osten – 2017 nach fast 20 Jahren Planung in der Nähe von Amman den Betrieb aufnahm. Der Teilchenbeschleuniger-Ring ist ein gemeinsames Projekt von Israel, der Türkei, Palästina, Zypern, Ägypten, Iran, Pakistan und Jordanien.

Die anderen Fünf: Die Australierin Jennifer Byrne durchforstet seit Jahren Fachartikel ihres Fachgebiets nach Fehlern. Der Geophysiker Lassina Zerbo führt mit Hilfe von viel Technik Buch über Atomwaffentests weltweit. Victor Cruz-Atienza leitet das Seismologie-Institut der Universität in Mexiko-Stadt und beschrieb in einem Artikel, wie sich die Bodenerschütterungen in dem urzeitlichen Seebecken, in dem die Stadt liegt, ausbreiten. Die Me-Too-Anwältin Ann Olivarius musste ihren Mitarbeiterstab ihrer Kanzlei im britischen Maidenhead kräftig aufstocken, um alle Telefonanrufe annehmen zu können. Und Klimaleugner Scott Pruitt hinterlässt 2017 ebenfalls Spuren als Chef der US-Umweltbehörde EPA: Deregulation ist seine Marschrichtung. Entsprechend fuhr Pruitt bereits Dutzende Umweltgesetze zurück.

Andrea Barthélémy (DPA)

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