«WORLD TOURISM FORM»: Leuthard: Langeweile nach vier Ferientagen

Mit viel Prominenz und kompetenten Rednern wurde am Mittwoch in Luzern das erste «Tourism World Forum» im Verkehrshaus und im Hotel «Gütsch» feierlich eröffnet.

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Hohe Gäste bei Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer (rechts): Bundesrätin Doris Leuthard und SBB-CEO Andreas Meyer im Verkehrshaus der Schweiz. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Hohe Gäste bei Luzerns Stadtpräsident Urs W. Studer (rechts): Bundesrätin Doris Leuthard und SBB-CEO Andreas Meyer im Verkehrshaus der Schweiz. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Sogar Bundesrätin Doris Leuthard erwies dem Projekt, über das Luga-Gründer und Lucern-Events-Chef Alfred N. Becker ganze 15 Jahre lang gebrütet hat, die Ehre. «Wir alle dürfen stolz sein, ein solches Forum, das uns bisher echt fehlte, im Herzen der Schweiz haben zu dürfen», sagte die Volkswirtschaftministerin. Wohin geht sie denn dieses Jahr in die Ferien? «Falls es im August tatsächlich dazu kommt», erklärte die Aargauer Magistratin unserer Zeitung gegenüber schmunzelnd, «werde ich wie üblich entweder ins Bündnerland, ins Wallis oder ins Tessin fahren. Entschieden ist das aber noch nicht.» Was macht Frau Leuthard denn in den Ferien? «Die ersten vier Tage mal richtig ausspannen, aber dann wird's mir immer langweilig, dann will ich etwas unternehmen.»

Zermatt-Gipfeltreffen
In den Ferien bereits gesehen haben sich SBB-CEO Andraes Meyer und Verkehrshaus-Präsident Franz Steinegger. «Wir haben uns an Ostern in der herrlichen walliser Bergwelt von Zermatt natürlich auch über unsere Bahn unterhalten», erzählte Steinegger. «Und übrigens zufällig auch alt Bundesrat Adolf Ogi getroffen», ergänzte Meyer, der dieses Jahr mit seiner Familie noch einige Ausflüge, etwa an den Rheinfall und ins «Seaworld», vor hat. Forum-Botschafter Andy Egli plant mit seiner Familie die Ferien «immer sehr lange» voraus. «Nächstes Ziel ist nächstes Jahr Südafrika, im Zusammenhang natürlich mit der Fussball-Weltmeisterschaft», erzählte der frühere FC Luzern-Coach (2000 bis 2003). Elmar Ledergerber, noch acht Tage Stadtpräsident von Zürich und Segler der olympischen Soling-Klasse, will dieses Jahr «sicher noch Segelferien im Mittelmeer» machen.

Radlender Astronaut
Dort hat Luzerns Stapi Urs W. Studer gerade eine «herrliche Kreuzfahrt bis nach Rhodos» genossen. Auch den Luzerner CVP-Nationalrat und Ex-Chef der Schweizer Garde Pius Segmüller zieht's in den Süden: «Nächste Woche geht's nach Rom, unter anderem zur Vereidigung der neuen Gardisten.» Der Schwyzer Regierungsrat Kurt Zibung, der die Eröffnungsrede hielt, war letztes Jahr in Alaska. «Dieses Jahr mache ich nur eine kleine Tour und radle nach Wien», schmunzelte er. Der Turiner Nicollier-Astronaut (1996, «Freude herrscht!») Maurizio Chell radelt diesen Sommer auch: «Über möglichst viele Schweizer Pässe.» Ex-Politstar Peter Vollmer, der Chef des Verbandes öffentlicher Verkehr, zieht's zum «Wandern ins Ogi-Land», nach Mürren. Rudolf Dieterle, der Direktor des Bundesamtes für Strassen, will wie Olympiahaus-Chef Edwin Rudolf«ganz gemütlich» ins Tessin. Na dann: Schöne Ferien!

André Häfliger