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Zahlreiche Nachbeben – Suche geht weiter

Einen Tag nach dem schweren Erdbeben in Norditalien haben Feuerwehrleute ein weiteres Todesopfer geborgen. Zahlreiche Nachbeben - je nach Angaben zwischen 40 und 60 - erschütterten in der Nacht auf Mittwoch die Region.
Zwei Personen betrachten ein eingestürztes Gebäude in Cavezzo. (Bild: Keystone / EPA)

Zwei Personen betrachten ein eingestürztes Gebäude in Cavezzo. (Bild: Keystone / EPA)

(sda/Reuters/apa/dapd/afp/dpa)

Er war laut offiziellen Angaben die letzte vermisste Person. Damit stieg die Zahl der Toten des jüngsten Bebens auf 17. Die Leiche des vermissten Arbeiters wurde am Mittwoch unter den Trümmern einer eingestürzten Fabrik in Medolla in der Provinz Modena entdeckt. Die italienische Zivilschutzbehörde hatte am Dienstagabend mitgeteilt, man gehe von etwa 350 Verletzten und 14'000 Obdachlosen in der Erdbebenregion aus.

Laut Medienberichten wurde eine 65-jährige Frau zwölf Stunden nach dem Beben der Stärke 5,8 aus den Trümmern gerettet. Die Region Emilia-Romagna und Teile Mittelitaliens waren bereits eineinhalb Wochen zuvor von einem Beben der Stärke 6,0 getroffen worden.

Zahlreiche Nachbeben - je nach Angaben zwischen 40 und 60 - erschütterten in der Nacht auf Mittwoch die Region. Der stärkste Erdstoss hatte eine Magnitude von 3,8, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Viele Anwohner verbrachten die Nacht aus Angst in ihren Autos.

Experten gehen von weiteren Beben aus. «Es wird bestimmt noch zu weiteren Erdstössen kommen», sagte Gianluca Valensise, Mitglied des nationalen Instituts für Geologie und Vulkanologie. «Nach einem Erdbeben im Jahr 1570, das die Stadt Ferrara erschütterte, dauerten die Nachbeben vier Jahre lang.»

Feuerwehrleute suchen in einer zerstörten Fabrik in Mirandola nach Opfern. (Bild: Keystone / AP)
Das Erdbeben ereignete sich in der gleichen Gegend wie das Beben vom 20. Mai. (Bild: Keystone / AP)
In Mirandola werden Einwohner evakuiert. (Bild: Keystone / AP)
In der Stadt stürzte eine Kirche ein. (Bild: Keystone / AP)
Der Dom wurde schwer beschädigt. (Bild: Keystone / EPA)
Die Kirchenuhr liegt zerstört im Schutt. (Bild: Keystone / EPA)
In Modena fiel eine Steinkugel von der Kirche «del Voto» auf die Strasse. (Bild: Keystone / EPA)
In San Felice brach eine Fabrik zusammen. (Bild: Keystone / EPA)
Die Angestellten der Fabrik sind schockiert und werden von Hilfskräften betreut. (Bild: Keystone / EPA)
Selbst im etwa 150 Kilometer entfernten Mailand werden Gebäude evakuiert. (Bild: Keystone / EPA)
Italiens Premierminister Mario Monti Monti kündigte in einer rasch einberufenen Pressekonferenz an, die Regierung werde so schnell wie möglich alles in ihrer Macht Stehende zu tun, «um die Wiederaufnahme des normalen Lebens in dieser für Italien so besonderen, so wichtigen und so produktiven Gegend zu garantieren». (Bild: Keystone / EPA)
In Cavezzo wurde ein ganzes Haus zerstört. (Bild: Keystone)
Der Dom in Mirandola hielt dem Beben nicht stand. (Bild: Keystone)
Der Dom von Mirandola wurde schwer beschädigt. (Bild: Keystone / EPA)
In Rovereto ist ein Hausdach eingestürzt. (Bild: Keystone / EPA)
Ein schwer beschädigtes Haus in Cavezzo. (Bild: Keystone /AP)
Auch in Medolla ist ein Fabrikgebäude eingestürzt . . . (Bild: Keystone / EPA)
. . . ein Sarg wird bereitgestellt. (Bild: Keystone / EPA)
Ein Feuerwehrmann wartet mit seinem Hund im Schatten eines Autos in Cavezzo . . . (Bild: Keystone / AP)
Ein weiteres zerstörtes Haus in Cavezzo. (Bild: Keystone /AP)
Bild: Keystone
Ein eingestürztes Haus in Rovereto im Bezirk Modena. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Bild: Keystone
Ein eingestürztes Haus im Camposanto. (Bild: Keystone)
In Mirandola stürzte eine Kirche ein. (Bild: Keystone / AP)
Das Erdbeben ereignete sich in der gleichen Gegend, wie das Beben vom 20. Mai. (Bild: Keystone / AP)
Feuerwehrleute suchen in einer kollabierten Fabrik in Mirandola nach Opfern. (Bild: Keystone / AP)
In der Stadt werden Einwohner evakuiert. (Bild: Keystone / AP)
Die Menschen in Mirandola bleiben bis auf weiteres im Freien. (Bild: Keystone / AP)
In Modena fiel eine Steinkugel von der Kirche «Voto» auf die Strasse. (Bild: Keystone / EPA)
Die Menschen in Modena versammeln sich verängstigt im Freien. (Bild: Keystone / EPA)
In San Felice brach eine Fabrik zusammen. (Bild: Keystone 7 EPA)
Feuerwehrleute treffen bei der Fabrik ein. (Bild: Keystone / EPA)
Er hatte Glück im Unglück: In der Fabrik «Meta» starben drei Menschen. (Bild: Keystone / EPA)
Die Angestellten der Fabrik sind geschockt und werden von Hilfskräften betreut. (Bild: Keystone / EPA)
Auch in Mailand werden Gebäude evakuiert. (Bild: Keystone / EPA)
Italiens Premierminister Mario Monti Monti kündigte in einer rasch einberufenen Pressekonferenz an, die Regierung werde so schnell wie möglich alles in ihrer Macht Stehende zu tun, «um die Wiederaufnahme des normalen Leben in dieser für Italien so besonderen, so wichtigen und so produktiven Gegend zu garantieren». (Bild: Keystone / EPA)
38 Bilder

Erdbeben in Norditalien

Historische Bauten beschädigt

Der Schaden am Kulturerbe der Region ist immens. Die Feuerwehr ist im Einsatz, um das genaue Ausmass der Zerstörung festzustellen. Besonders betroffen sind Kirchen und Schlösser in den Provinzen Modena, Bologna und Ferrara.

In San Felice sul Panaro ist nunmehr der auf vielen Titelblättern abgebildet gewesene Turm ganz eingestürzt, von dem nach dem ersten Beben am 20. Mai nur noch die Hälfte übrig geblieben war. In Mirandola brach ein Teil des Domes ein.

Der Palazzo Ducale in Mantua bekam Risse, und auch in der Stadt Carpi wurde der Dom aus dem 16. Jahrhundert schwer beschädigt. Schäden an historischen Gebäuden wurden auch aus Venedig und aus der Toskana berichtet.In Rovereto starb ein 65-jähriger Pfarrer unter den Trümmern der Kirche, in der er jahrelang die Messe gelesen hatte. Der Priester hatte mit Feuerwehrleuten Risse in den Kirchwänden kontrolliert, die beim ersten Beben entstanden waren. Als die Erde erneut bebte, wurde er von einer Steinplatte getroffen, die sich von der Decke löste.

Tote gab es aber wie schon beim ersten Beben vor allem in eingestürzten Fabriken. Ingenieure hatten sie gerade wieder freigegeben, wie Rai News berichtete. Das Fernsehen zeigte Trümmerhaufen der Gebäude, die wie Kartenhäuser zusammengefallen waren.

Regierungstreffen am Mittwoch

Italiens Regierung plant am Mittwoch eine Ministerratsitzung, bei der Hilfsmassnahmen für die Region beschlossen werden sollen. «Wir werden die betroffenen Gebiete nicht allein lassen», versicherte Premierminister Mario Monti.

Um die Notstandsmassnahmen zu finanzieren, überlegt die Regierung eine Erhöhung der Benzinsteuer, berichteten italienische Medien. Die Regierung erklärte den kommenden Montag zum Nationaltrauertag.

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