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ZEITUMSTELLUNG: In der Nacht beginnt die Sommerzeit

Nun bleibt es am Abend wieder länger hell - in der Nacht auf Sonntag beginnt in der Schweiz die Sommerzeit: Wie jeden Frühling werden um 2 Uhr die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Die Sommerzeit dauert dieses Jahr bis zum 26. Oktober.
Die Sommerzeit beginnt diese Nacht um 02.00 Uhr. (Bild: Keystone)

Die Sommerzeit beginnt diese Nacht um 02.00 Uhr. (Bild: Keystone)

Mit der Sommerzeit geht die Sonne am Morgen eine Stunde später auf, während es am Abend länger hell bleibt. Wegen der Zeitumstellung werden am 30. März alle Züge und Busse mit Abfahrtszeit nach 2 Uhr mit einer Stunde Verspätung verkehren.

Schweizweit betrifft dies nach SBB-Angaben rund 50 Züge, vor allem im Zürcher und im Tessiner S-Bahn-Netz. Der Wechsel auf die Sommerzeit erfolgt bei der Mehrzahl der öffentlichen Zeitmesser automatisch - etwa bei Bahnhofuhren.

350 Atomuhren liefern Daten für Weltzeit

Für das erforderliche Signal ist das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) zuständig. Es betreibt in Wabern BE fünf Atomuhren, die den Schweizer Beitrag zur koordinierten Weltzeit (UTC) liefern.

Die UTC wird in Paris vom Internationalen Büro für Mass und Gewicht (BIPM) auf Basis der Daten von 350 Atomuhren aus der ganzen Welt ermittelt. Mithilfe der Weltzeit können die Uhren in der Schweiz mit einer Genauigkeit von einigen Millisekunden synchronisiert werden.

Nicht alle mögen die Sommerzeit

Der Wechsel auf die Sommerzeit ist seit 1981 ein alljährliches Ritual in der Schweiz. Die Einführung war umstritten: Bäuerliche Kreise lancierten ein Referendum, die nötigen 100'000 Unterschriften kamen aber nicht zusammen.

Bis heute bleibt die Zeitumstellung ein Politikum: Letztmals forderte die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann 2010 in einer Motion die Abschaffung.

Keine Zunahme der Unfallzahlen

Diverse Studien haben eine Häufung von Verkehrsunfällen nach der Zeitumstellung festgestellt. Der Unfallversicherer Suva kommt zu einem andern Schluss: «Bei den Suva-versicherten Personen steigen die Unfallzahlen weder am Tag der Zeitumstellung noch in den darauffolgenden Wochen an», schreibt die Suva in einer Medienmitteilung.

Bei der Analyse der Berufs- und Nichtberufsunfälle in den Jahren 2000 bis 2013 stellte die Suva fest, dass sich am Sonntagmorgen nach der Umstellung auf die Sommerzeit sogar 10 Prozent weniger Unfälle ereignen. Mit dem Vorstellen der Uhr um eine Stunde bleibt weniger Zeit, um zu verunfallen. Zudem ist es wahrscheinlich, dass die Leute am Morgen länger im Bett bleiben.

Bei der Zeitumstellung im Herbst ist ein gegenteiliger Effekt feststellbar: Weil die Menschen eine Stunde mehr Zeit haben, um zu verunfallen, erhöht sich die Zahl der Unfälle um 10 Prozent. Dies sagte Suva-Mediensprecherin Gabriela Hübscher auf Anfrage. Insgesamt aber sei das Unfallrisiko auch am ersten Tag nach der Umstellung auf die Winterzeit nicht höher.

SDA

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