ZENTRALSCHWEIZER MUSIKER: Hurra, unser «Musikantenstadl» ist geboren!

An Olympia in Peking hat sich ein «Musikantenstadl» der besondern Art versammelt: Die fantastischen Vier aus der Zentralschweiz!

Drucken
Teilen
Spielten in Peking für die Tennis-Goldboys Roger Federer (2.v.l.) und Stanislas Wawrinka (v.l.): Die «Lopper-Örgeler»-Musikantinnen aus Hergiswil mit Maja Zrotz, Regula Durrer, Ursi und Erika Blättler sowie Astrid Durrer. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Spielten in Peking für die Tennis-Goldboys Roger Federer (2.v.l.) und Stanislas Wawrinka (v.l.): Die «Lopper-Örgeler»-Musikantinnen aus Hergiswil mit Maja Zrotz, Regula Durrer, Ursi und Erika Blättler sowie Astrid Durrer. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Es sind insgesamt 26 Musikantinnen und Musikanten in vier Formationen, die vor bald einmal 100'000 Fans Tag für Tag, Abend für Abend im «House of Switzerland» mächtig auf die Pauke hauen und für Riesenstimmung sorgen.

Und wenn sie mal gerade nicht aufspielen, reissen sich die begeisterten Besucherinnen und Besucher aus dem Land der Mitte immer noch um sie, wollen liebevoll ihre Instrumente berühren, verlangen geduldig wartend Autogramme und bitten höflich um Fotos mit ihnen. «Es ist der helle Wahnsinn», staunt sogar ein alter Olympia-Hase mit 19 (!) Spielen auf dem Buckel. Es ist Gästehaus-Vizechef Edwin Rudolf aus Küssnacht am Rigi, der den Zentralschweizer «Stadl» ins Land der Mitte gelotst hat. «So was habe ich wirklich noch nie erlebt.»

Wer sind die fantastischen vier?

  • «Lopper-Örgeler» aus Hergiswil. Fünf «Örgelerinnen» genauer gesagt: Maja Zrotz, die Geschwister Regula und Astrid Durrer sowie die Cousinen Ursi und Erika Blättler. Sie spielen schon seit acht Jahren zusammen, haben vor drei Jahren den «Kleinen Prix Walo» gewonnen, sind schon im richtigen «Musikantenstadl» aufgetreten und haben im vergangenen Dezember ihre zweite CD herausgegeben. «Kurt Zurfluh hat mir die Damen empfohlen», erzählt Rudolf. Volltreffer, lieber Kurt!  
  • «Spätzünder» aus Küssnacht am Rigi. Vier sehr lustige Musikanten, die gerne mal ein Bierchen trinken: Wädi Ulrich, Hans Suter und die Gebrüder Hansjörg und Sebi Grätzer. «Edi Rudolf hat uns bei unserem zweiten öffentlichen Auftritt an einer Metzgete im 'Rössli' in Küssnacht gesehen – und gleich von der Bühne weg für Peking engagiert», erzählt Bassist Sebi Grätzer. Die ehemaligen Schüler von Hans-Martin Moser, genannt «Mösi», sind erst seit zweieinhalb Jahren zusammen. Spätzünder eben – aber geniale!.  
  • «Marching Presidents» aus Luzern. Eine fröhliche Truppe, so gross und stark wie ein Fussballteam: Urs Bieri, Pius Duss, Christof Estermann (Neffe des bekannten Sportreporters Hans Estermann), Tortenpapst Bruno Heini, Ruedi Morgenthaler, die Gebrüder Andy und Christian Portmann, Martin Scheidegger, Beda Wenk und Mäsi Kaufmann, der auch in der Luzerner Baier-Band in sein markantes Sousaphon bläst. Saxophon-Star Peter Wespi (der mit dem Pferdeschwanz), bekannt auch von den «Swiss Old Time Session»-Jazzern, ist der musikalische Leiter der Band, die so seit zwei Jahren zusammen spielt.  
  • «Charly's Baier-Band» aus Luzern. Sieben aufgestellte Wirtschaftsmusikanten, vor zwei Jahren entstanden aus der ehemaligen Fasnachtsformation «Tätschchappe-Musig»: Charly Baier, Cesco Birrer, Walter Brunner, Dani Bucheli, Rino Chiappori, Mäsi Kaufmann und Landlerkönig Hans Muff. «Wir haben schon für Jimmy Carter, Marc Rich, Bankier Rothschild und Adolf Ogi gespielt», erzählt Baier stolz. Freude herrscht! 

André Häfliger, Peking