ZSSV-SCHNEEGALA: Glastrophäen für Suter und Heer

Feierliche Premiere am Samstagabend in Luzern: Skirennfahrerin Fabienne Suter und Nordisch-Kombinierer Ronny Heer wurden als erste Zentralschweizer Skisportler der Jahres ausgezeichnet.

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Stolz zeigen Fabienne Suter und Ronny Heer mit ZSSV-Präsident Fide Fässler, Mitte, ihre gewonnenen Trophäen. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Stolz zeigen Fabienne Suter und Ronny Heer mit ZSSV-Präsident Fide Fässler, Mitte, ihre gewonnenen Trophäen. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Lanciert hat die erste Schneesport-Gala mit 330 Gästen im Grand Casino Fide Fässler, der Präsident des Zentralschweizerischen Ski-Verbandes (ZSSV) und erfolgreiche Ex-Fussballtrainer des SC Kriens (NLA-Aufstieg 1993). Die grosse Zuneigung zum Skisport hat er seinem Sohn in die Wiege gelegt: Raphael Fässler wurde 2004 Slalom-Weltmeister bei den Junioren, bevor er dann seine Karriere wegen einer Verletzung aufgeben musste.

Kreta und Tessin
Fabienne Suter freute sich sichtlich über die gewonnene Glastrophäe. Die Schwyzerin kam mit ihrem Freund, dem Berner Spitzeschwinger Matthias Siegenthaler. Und setzte sich mit ihrem 2. Platz in Cortina sowie den Olympia-Rängen 4, 5 und 6 von Vancouver unter anderem gegen Dominique Gisin und Nadia Styger durch.

Was machen unsere besten Skirennfahrerinnen denn in ihrer kurzen Ferienzeit? «Mit meinen drei Schwestern weiss ich immer etwas zu machen, zum Beispiel shoppen gehen», schmunzelte Siegerin Suter. «Im Sommer gönne ich mir dann noch eine Ferienwoche im Tessin.»

Dominique Gisin aus Engelberg wird ihre Ferienwoche dieses Jahr auf der griechischen Insel Kreta verbringen und Nadia Styger setzt auf die Wandervorzüge ihrer Sattel-Heimatregion. «Unsere Nachbarn haben einen neuen Hund, mit dem ich jetzt auch sehr gerne spazieren gehe», freute sich Styger.

Musik als Ausgleich
«Der Wintersport wird im Sommer gemacht.» So definiert Ronny Heer (6. im Weltcup in Schonach und 11. in Vancouver) die Tatsache, dass moderne Skisportler nur ganz kurze Pausen einlegen können. Zumal der Horwer Spitzensportler derzeit auch noch auf das Diplom im Herbst in der höheren Wirtschafts-Fachschule in Zürich-Oerlikon hin arbeitet. «Entspannung und Motivation finde ich mit meiner Gitarre», erklärte der Nordisch-Kombinierer. «Die Musik ist mein grösstes Hobby, ich komme dabei richtig ins Meditieren.» Heer setzte sich gegen Teamkollege Seppi Hurschler, die beiden Skirennfahrer Markus Vogel (Schweizer Slalom-Meister) und Marc Gisin sowie Biathlet Ivan Joller (wurde gestern 27) durch.

Harte Knochenarbeit
Locker und bestens informiert führte Bernhard Schär durch die gelungene Gala. Der bekannte Radio-Sportreporter aus Küngoldingen bei Zofingen durfte unter den zahlreichen prominenten Gästen einen Olympiasieger (Hippolyt Kempf aus Luzern, Nordische Kombination 1988 in Calgary), eine vierfache Weltmeisterin (Ursula Bruhin aus Schwyz) sowie die beiden Skilegenden Franz Heinzer und Walter Tresch begrüssen.

Ex-Snowboardstar Ursula Bruhin machte einen Unterschied zum alpinen Skirennsport aus: «Unsere Sommerpausen sind zwar länger, aber wir sind in dieser Zeit für unser Training selber verantwortlich und müssen beim Start auf dem Schnee auf hohem Niveau bereit sein.» Heinzer und Tresch schliesslich stellten unisono fest, dass früher die Sommerpausen «schon etwas länger» dauerten. «Aber wer im Spitzensport mehr als zwei Tage nicht trainiert, muss bald einmal einen Rückstand aufholen.» Fazit: ZSSV-Glastrophäen sind stolze Preise. Auch sie müssen ganz hart erarbeitet werden.

André Häfliger