Zurück in den Norden – 9 Kilometer Stau

Für viele Schweizer, Deutsche, Holländer und Angehörige anderer Staaten nördlich der Alpen sind die Ferien im Süden schon zu Ende. Schlechtes Wetter in Italien dürfte ein Grund dafür sein, dass sich der Verkehr auf 9 Kilometer staute.

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Stau vor dem Gotthard-Südportal bei Airolo. (Bild: Keystone)

Stau vor dem Gotthard-Südportal bei Airolo. (Bild: Keystone)

(sda/dpa)

Die Wartezeit in Fahrtrichtung Norden betrug über zwei Stunden. Nach Auskunft der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) in Emmen LU handelte es sich um Ferienrückreiseverkehr. Dass sich die Kolonnen bereits Mitte Woche über 9 Kilometer erstrecken, ist laut Gruppenleiter Franz Exer nicht aussergewöhnlich.

Man habe festgestellt, dass die Leute versuchen, den grossen Staus am Wochenende auszuweichen. Allerdings habe auch das Wetter Einfluss auf das Verhalten der Ferienreisenden; es könne das Verkehrsaufkommen kurzfristig beeinflussen.

Regen, Kälte, Schnee

Tatsächlich machen derzeit in Italien Regengüsse, Kälte und sogar Schnee sommerliche Gefühle zunichte. Viele Feriengäste dürften es deshalb vorziehen, die Heimreise anzutreten. Vor allem im Norden wie etwa in Genua sind die Strände wegen der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Schlechtwetterperiode fast ausgestorben, wie italienische Medien berichteten.

In den Dolomiten schneie es. Dabei zähle der Juli normalerweise zu den wärmsten Monaten des Jahres.

Schwitzte Sizilien in der ersten Juli-Woche noch bei 40 Grad, lagen die Höchstwerte in der Provinzhauptstadt Palermo am Mittwoch bei gerade einmal 25 Grad. Auch in Italiens Hauptstadt Rom ist es bewölkt und mit 23 Grad ungewöhnlich kühl.

Für das kommende Wochenende erwartet Franz Exer von der VMZ noch längere Blechschlangen auf der A2 am Gotthard. Am Vergleichswochenende im vergangenen Jahr stauten sich die Fahrzeuge vor dem Tunnel in Richtung Norden bis auf eine Länge von 15 Kilometern.