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Nach Sessel-Absturz am Fronalpstock: «Das ist der Super-Gau für uns»

Am späten Donnerstagabend ist am Fronalpstock ein Vierer-Sessel abgestürzt. Vier Personen wurden dabei erheblich verletzt – zwei davon lebensbedrohlich. Die Stoosbahnen haben am Vormittag eine Medienkonferenz zum aktuellen Erkenntnisstand gegeben.

Stefanie Geske
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11:36 Uhr

Der Ticker der Medienkonferenz ist hiermit beendet. Wir halten Sie aktuell auf dem Laufenden. Hier geht es nochmals zur Zusammenfassung des Sessel-Dramas am Fronalpstock.

Bilder von der Absturzstelle

11:28 Uhr
Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mayer.

Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mayer.

Bild: Urs Flüeler / KEYSTONE

«Ich bin sehr tief betroffen, dass so ein Unfall passieren kann», so Meyer weiter. Weil es keine weiteren Fragen der anwesenden Medien gibt, verabschiedet er sich. In den nächsten Minuten werden die Medienleute vom Mediensprecher der Stoosbahnen ins Unglücksgebiet gebracht, um einen Augenschein vor Ort zu nehmen.

Fest steht: Die Seilwinde des Pistenfahrzeuges wurde gespannt, um den Pistenbully im steilen Gelände zu stabilisieren. Warum dieses trotz der Sonderfahrt gespannt war und ob der Pistenbullyfahrer allenfalls nichts von dieser Sonderfahrt wusste, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

11:20 Uhr

Jetzt sprechen die Betreiber der Stoosbahnen

«Das ist der Super-Gau für uns» erzählt Thomas D. Meyer, Verwaltungsratspräsident der Standseilbahn Schwyz-Stoos AG. Das Ereignis habe die Betreiber «sehr überraschend getroffen». Die Gedanken sind jetzt bei den Verletzten und deren Angehörigen.

Sonderfahrten finden regelmässig statt und die Fahrt vom Donnerstag war angemeldet. Warum es zum Unfall kam, wird derzeit ermittelt. «Wir können es uns im Moment nicht erklären, wie das passiert ist», so Meyer weiter. «Wir sind überrascht. Eine solche Situation hatten wir noch nie». Die betroffenen Mitarbeiter der Stoosbahnen werden ebenfalls von einem Careteam betreut. «Ihnen geht es nicht gut.» Im Moment könnten keine Schuldzuweisungen gemacht werden. «Wir müssen erst verstehen, wie es passiert ist.»

11:17 Uhr

Die vier Verunfallten mussten am Unglücksabend zuerst geborgen werden. Nach rund 2 Stunden waren die letzten Personen in Sicherheit. Details zu den Verletzungen können derzeit keine gegeben werden. Die Verletzten wurden sowohl innerhalb des Kantons Schwyz als auch ausserhalb ins Spital geflogen.

11:10 Uhr

Gespanntes Seil führte zum Unglück

Florian Grossmann, Mediensprecher Kapo Schwyz, begrüsst die Medien vor Ort. Die Abklärungen zum genauen Unfallhergang laufen noch. Es kann aber bereits heute gesagt werden, dass der Absturz im Zusammenhang mit einem gespannten Seil eines Pistenfahrzeuges steht. Wie genau der Unfall ablief, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Fakt ist, dass insgesamt drei Sessel unterwegs waren und erst der zweite durchfahrende Sessel mit dem Seil kollidiert ist.

Grossmann berichtet, dass zwei Personen lebensbedrohlich verletzt wurden. Die betroffenen Familien und Angehörigen wünschen keinen Kontakt zu den Medien. 

11:02 Uhr

Verunfallte Mitarbeiter sind von Lindt & Sprüngli

Vor wenigen Minuten bestätigte Lindt & Sprüngli, dass es sich bei den vier Verletzten um Mitarbeiter des Schokoladenherstellers handelt. Insgesamt waren zehn Mitarbeiter in den Gondeln unterwegs. Diese haben sich am Donnerstagabend im Unglücksgebiet auf einem Betriebsausflug im Gipfelrestaurant Fronalpstock befunden. Sie waren auf der Retourfahrt vom Fronalpstock ins Tal hinunter, als das Unglück passierte. Den sechs Unverletzten, die die Tragödie mit ansehen mussten, geht es gemäss der Bahnbetreiber nicht gut. Sie werden von einem Careteam betreut. 

Freitag, 7. Februar 2020 – 11:00 Uhr

Die Medienkonferenz beginnt bald

Bereits im Voraus informierten die Behörden, dass es wegen einem gespannten Windenseil eines Pistenfahrzeuges zum Absturz der Gondel kam.

Freitag, 7. Februar 2020 – 10:45 Uhr

Heute um 11 Uhr informieren die Stoosbahnen die Medien über die neusten Erkenntnisse zum Sessellift-Unfall vom Donnerstag.

Der verunfallte Sessel stürzte aus zehn Meter zu Boden.
21 Bilder
Die verunfallte Sessel.
Thomas D Meyer (rechts) und Bruno Lifart können sich momentan nicht erklären, wie es zum Unglück kommen konnte.
Verschiedene Einsatzkräfte sind vor Ort.
Der Unglücksort bei Tag.
Dieser Sessel ist heruntergestürzt.
Die Absturzstelle am Donnerstagabend.
Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mayer, ist tief betroffen vom Sessel-Drama am Fronalpstock.
Der Verwaltungsratspräsident der Stoosbahnen, Thomas D. Mueller, links, und Verwaltungsrat Stoosbahnen, Bruno Lifart, rechts, informieren während einer Medienkonferenz nach dem Sesselbahnunglück.
Florian Grossmann von der Kantonspolizei Schwyz an der Pressekonferenz.
Der Morgen danach: Die Absturzstelle ist am besten mit dem Pistenfahrzeug erreichbar.
Das Gipfelrestaurant Fronalpstock am Freitagmorgen. Vorderhand ist das Gasthaus nicht über den Sessellift erreichbar. Der Liftbetrieb wurde eingestellt.
Die Talstation der oberen Sektion: Der Betrieb ist vorläufig eingestellt.
Die Absturzstelle wurde für die Rettungsarbeiten Donnerstagnacht ausgeleuchtet.
Einsatzfahrzeuge des Rettungsdiensts Schwyz im Schlattli.
Die Rettungskräfte rüsten sich Donnerstagnacht für den Einsatz.
Man versuchte, möglichst schnell viele Retter ins Gebiet zu bringen.
Auch die Spurensicherung der Polizei musste auf den Stoos.
Ein Spezialist der Kapo Schwyz wartet bei der Talstation auf die nächste Bergfahrt.
Der Sessel-Absturz von 2016 hatte keine Verletzten gefordert.
In einer Sessel-Gondel auf Fronalpstock haben vier Passagiere Platz.

Der verunfallte Sessel stürzte aus zehn Meter zu Boden. 

Bild: Urs Flüeler / Keystone, Stoos, 7. Februar 2020
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