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12 Luzerner Sport-Helden erhalten Geld vom Kanton für Spitzenkämpfe – so auch der Schwinger Joel Wicki

Der Kanton Luzern hat zwölf Athletinnen und Athleten in das Team «Unsere Helden – Luzerner Olympia- und Topsportlerteam» aufgenommen. Sie erhalten für die Vorbereitungen auf Grossanlässe finanzielle Unterstützung.
Sandra Peter
Das aktuelle «Unsere Helden»-Team. (Bild: PD)

Das aktuelle «Unsere Helden»-Team. (Bild: PD)

Elf Athleten und Athletinnen werden vom Kanton Luzern finanziell und ideell bei ihren Vorbereitungen für die Olympischen Sommerspiele und Paralympics 2020 in Tokyo unterstützt. Die Namen hat der Kanton am Freitag bekannt gegeben. Ein einzelner Sportler erhält pro Jahr maximal 10'000 Franken. Das Geld für die Sportförderung stammt aus den Lotterieerträgen von Swisslos.

Die Unterstützung ist je nach Sportler oder Sportlerin unterschiedlich und wird anhand der Einnahmen und Ausgaben des jeweiligen Athleten berechnet. «Es gibt beispielsweise Athleten, die extrem hohe Materialkosten haben. Andere müssen viel reisen, weil sie im Ausland mit ähnlich starken Konkurrenten trainieren müssen. Solche Kandidaten erhalten mehr als Sportler, die weniger kostenintensiven Sport betreiben», erklärt Markus Kälin, Leiter Sportförderung des Kantons Luzern.

Die Auswahl des «Unsere Helden»-Teams stellt jeweils die Sportförderung des Kantons in Absprache mit den nationalen Sportverbänden, der Sportförderung der Armee und der Schweizer Sporthilfe zusammen. Standardmässig geschieht das zwei Jahre vor einem Grossanlass. Kurzfristigere Aufnahmen sind jedoch möglich: «Wenn jemand heute noch nicht im Team ist, aber bis 2019 einen grossen Leistungssprung macht, kann noch zum Team stossen», sagt Kälin.

Spezialfall Schwingen

«In Frage kommen nur Luzerner Athleten und Athletinnen, die reelle Aussichten haben, an Olympischen Spielen teilzunehmen und an Europa- oder Weltmeisterschaften Rang 1 bis 5 zu belegen», erklärt der Leiter der Sportförderung die Auswahl-Kriterien. Eine Ausnahme ist Joel Wicki. Obwohl es Schwingen nur in der Schweiz gibt, wird er im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 unterstützt. «Er könnte allenfalls den Königstitel holen. Seine Unterstützung läuft aber 2019 mit dem Grossanlass aus», so Kälin.

«Der Kanton Luzern unterstützt aus Swisslos-Erträgen ausschliesslich Sportler, die das Geld wirklich benötigen. Es geht um jene, die jeden Rappen umdrehen müssen, um auf Top-Niveau trainieren zu können. Wer vom Spitzensport leben kann, beispielsweise ein Fussball- oder Eishockeyprofi, wird nicht unterstützt», sagt Kälin zu den weiteren Kriterien.

Die Sportler unterschreiben eine Vereinbarung, die festhält, dass sie das Geld für optimalere Trainingsbedingungen einsetzen müssen. «Dazu zählen beispielsweise Mentaltraining oder die Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten», sagt der Leiter der Sportförderung. Im Gegenzug liefern die Athleten und Athletinnen Bilder, die der Kanton beispielsweise in den sozialen Medien nutzen kann. «Die Sportler sind als Botschafter für Luzern tätig und nennen den Kanton als Förderer», so Kälin.

Diese Athleten werden im Hinblick auf die Olympischen Sommerspiele und Paralympics 2020 in Tokyo in Japan unterstützt:

  • Roman Allinckx, Squash, Kriens
  • Linus Bolzern, Kanu Regatta, Adligenswil
  • Noah Breschan, Rad BMX, Adligenswil
  • Alexandra Helbling, Rollstuhlsport, Nottwil
  • Fabienne Kaufmann, Karate, Oberkirch
  • Petra Lustenberger, Sportschiessen, Rothenburg
  • Stefan Reichmuth, Ringen, Grosswangen
  • Roman Röösli, Rudern, Luzern
  • Géraldine Ruckstuhl, Leichtathletik, Altbüron
  • Michael Schmid, Rudern, Luzern
  • Joel Schürch, Rudern, Schenkon

Ein Sportler wird im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 in Zug unterstützt:

  • Joel Wicki, Schwingen, Sörenberg

Der Kanton Luzern führt das Projekt «Unsere Helden» bereits zum vierten Mal durch. Insgesamt wurden bisher 19 Luzerner Sportlerinnen und Sportler unterstützt. Die bekanntesten unter ihnen sind die Ruderer Mario Gyr und Simon Schürch. Sie holten 2016 in Rio im Leichtgewichts-Vierer den Olympiasieg. Rollstuhlsportler Marcel Hug gewann die Gold- und Silbermedaillen an den Paralympics, ebenfalls in Rio 2016.

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