33 FRAGEN: Nationalratspräsident Jürg Stahl: «Ich liebe auch das Fleisch»

Der künftige Nationalratspräsident Jürg Stahl (48) will sich nicht mit Goethe anlegen, schwört nur auf die Bundesverfassung und isst gerne Weihnachtsguetzli.

Fragenkatalog: Balz Bruder
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SVP-Nationalrat Jürg Stahl kurz vor seiner Wahl zum Nationalratspräsidenten. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 28. November 2016))

SVP-Nationalrat Jürg Stahl kurz vor seiner Wahl zum Nationalratspräsidenten. (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 28. November 2016))

Wie verbringen Sie die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr?

Ruhig und mit viel Zeit für «meine» zwei Ladys (Frau Sabine, Tochter Valérie).

Was tun Sie ausschliesslich in dieser und keiner anderen Zeit?

Weihnachtsguetzli essen.

Goethe sagte: «Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen.» Wie halten Sie es?

Mit Goethe lege ich mich nicht an, aber ich geniesse diese Tage.

Was nehmen Sie sich in dieser Zeit vor – und tun es am Ende doch nicht?

Liegen gebliebene Mails zu beantworten.

Was tun Sie immer wieder – obwohl Sie sich geschworen haben, es nicht mehr zu tun?

Ich schwöre nur auf die Verfassung, jeweils zu Beginn der Legislaturperiode.

Welches Buch liegt seit Jahren ungelesen als Lektüre für die Zeit zwischen den Jahren herum?

Einige Krimis liegen immer bereit.

Was wiegt schwerer: der Gedanke an das, was war, oder an das, was sein wird?

Das, was war.

Werden Sie philosophisch zwischen den Jahren?

Ja, aber nicht nur dann.

Möchten Sie zwischendurch ein besserer Mensch werden?

Nein.

Oder einer, der anders ist als der, der Sie sind?

Das kommt vor, aber selten.

Haben Sie manchmal Sehnsucht nach dem Alltag?

Nein.

Wie war die Zeit zwischen den Jahren in Ihrer Kindheit?

Dank schneesportbegeisterten Eltern immer sehr schön … und nach dem Skifahren Spengler-Cup schauen.

Mögen Sie nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag noch Weihnachtsgebäck?

Ja, aber nur die von meiner Frau und meinem Götti.

Wie lang steht der Weihnachtsbaum?

Bis zum Dreikönigstag.

Steht Ihnen der Sinn nach Gesellschaft oder nach Alleinsein?

Nach Familiensein.

Wie gut können Sie für sich sein?

Sehr gut.

Haben Sie sich schon einmal vorgenommen, mit einem Tagebuch zu beginnen?

Nein, da bin ich hinausgewachsen.

Im Film «Zwischen den Jahren» spielt Peter Kurth einen aus dem Gefängnis entlassenen Mann, der von den Taten seiner Vergangenheit eingeholt wird. Haben Sie Albträume?

Nein.

Treiben Sie exzessiv Sport?

Ganz unspektakulär: einfach Sport.

Haben Sie Sehnsucht nach bedingungslosem Müssiggang?

Nein.

Denken Sie darüber nach, Ihre Wohnung zu renovieren?

Nein.

Wollten Sie nicht noch den Keller entrümpeln?

Oh, da bin ich à jour! (kaum zu glauben …)

Werden Sie sich die TV-Übertragung des Neujahrskonzerts antun?

Nein.

Und was ist mit dem Neujahrsskispringen?

Klar, Sport wenn immer möglich.

Gibts an Silvester Fondue chinoise, das Sie nur der Saucen wegen lieben?

Das ist mein Vorteil, ich liebe auch das Fleisch.

Wie schwer wird die Erleichterung wiegen, sich von Weihnachten über Silvester ins neue Jahr gerettet zu haben?

Das schaffe ich schon … habs ja auch schon 48 Mal überlebt.

Was darf durchs Jahr 2017 nicht wieder passieren?

Nicht noch mal zwei schöne Ämter obendrauf.

Weshalb fassen Sie wieder Vorsätze, die Sie nicht einhalten werden?

Vorsätze sind nicht mein Ding.

Über welche Antwort wird Ihre Partnerin überrascht sein?

Das ist mein Joker.

Haben Sie gelogen?

Nein.

Würden Sie es wieder tun?

Nein.

Wird die Welt besser oder schlechter?

Besser. Ich bin Optimist.

Was macht Sie glücklich?

Meine fröhliche Tochter!

Fragenkatalog: Balz Bruder