Wohnen

38 Prozent der Wohnungen sind von ihren Besitzern belegt

Fast jeder zweite Bewohner der Schweiz besitzt Wohneigentum. Ob jemand zur Miete wohnt, hängt vor allem von seiner wirtschaftlichen Situation ab, aber auch die Familiengrösse und das Alter spielen eine Rolle. Und die Wohnregion.

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Paare - egal ob mit oder ohne Kinder - besitzen in der Schweiz relativ häufig Wohneigentum. Während Paare mit Nachwuchs Häuser bevorzugen, wählen kinderlose Paare häufiger Eigentumswohnungen. (Symbolbild)

Paare - egal ob mit oder ohne Kinder - besitzen in der Schweiz relativ häufig Wohneigentum. Während Paare mit Nachwuchs Häuser bevorzugen, wählen kinderlose Paare häufiger Eigentumswohnungen. (Symbolbild)

Keystone/ALESSANDRO DELLA BELLA

Das Tessin, der klassische Pensionierten-Kanton, beherbergt am meisten Wohneigentümer: Knapp 70 Prozent waren es 2019 gemäss neuen Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS). In den Grossregionen Zürich und Genf besitzen dagegen nur 43,9 respektive 44,4 Prozent Wohneigentum.

Die Wohneigentumsquote - der Anteil der Wohnungen, die von ihren Besitzern bewohnt werden - beträgt schweizweit 38 Prozent. Im Wallis, wo das eigene Haus eine stärkere Tradition hat als in anderen Kantonen, liegt die Quote mit 57,3 Prozent am höchsten, in Basel-Stadt und Genf mit unter 20 Prozent am tiefsten. Die Zahlen haben sich gemäss BFS-Aufstellung seit 2010 kaum verändert.

Paare oft Eigentümer - mit oder ohne Kind

Mit 48,1 Prozent waren 2015-17 die Über-65-Jährigen am häufigsten Eigentümer. Im klassischen Familienalter von 25 bis 64 Jahren wohnten immerhin gut ein Viertel in den eigenen vier Wänden. Etwa 49,3 Prozent der Paare wohnen im Eigentum - und zwar gleich viel mit wie ohne Kinder. Paare ohne Kinder wohnen etwas häufiger im Stockwerk- oder Wohnungseigentum, während Paare mit Kindern in Häusern wohnen, wo Kinder sich naturgemäss besser austoben können.

Im Allgemeinen zeigt sich: Je höher die Anzahl Bewohner, desto grösser der Anteil an Besitzern. Einpersonenhaushalte zahlen zu fast drei Vierteln Miete, während sich von den Haushalten mit vier und fünf Mitgliedern mehr als die Hälfte im Eigentum befinden; bei über sechs Leuten sind es dann wieder etwas weniger als die Hälfte. Schweizer sind drei Mal häufiger Wohneigentümer als Ausländer (etwa 47 Prozent gegenüber 15 Prozent).

Eigentümer haben mehr Platz als Mieter

2017 zahlte 56,5 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung Miete, 26 Prozent wohnte im eigenen Haus, 12 Prozent im Stockwerk- oder Wohnungseigentum. 2,9 Prozent waren Genossenschafter.

Eigentümer haben in der Regel mehr Platz als Mieter: 2017 verfügte jede Person in einer Eigentümerbehausung im Schnitt über 53 Quadratmeter, während der Einzelne in einer Mietwohnung mit 41 Quadratmetern Vorlieb nehmen musste.