AARGAU: Militärmusikant wird gebüsst – weil er seinen Einsatz verpasste

Bei einem Auftritt in Landquart setzt ein Militärmusikant bei seinem Solo-Einsatz einen Takt zu spät ein. Von den Vorgesetzten wurde er dafür gebüsst. Sein Mitbewohner macht nun auf den Vorfall aufmerksam.

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Der WG-Kollege von Christian wendet sich per Facebook an die Öffentlichkeit. (Bild: Facebook)

Der WG-Kollege von Christian wendet sich per Facebook an die Öffentlichkeit. (Bild: Facebook)

Weil ein Militärmusikant bei einem Auftritt seinen Einsatz verpasste, erhielt er eine 500 Franken-Busse von den Vorgesetzten aufgehalst. Sein Kompaniekommandant setzte sich für ihn ein, worauf der Betrag auf 150 Franken reduziert wurde, berichtet die «Schweiz am Wochenende».

Der Militärmusikant legte Rekurs gegen die Busse ein. Er hielt darin fest, dass es im Militärstrafgesetz keine Klausel gibt, dass Militär-Musikern keine Fehler unterlaufen dürfen. Die Vorgesetzten taxierten das musikalische Missgeschick als «leichten Fall» von «Nichtbefolgung von Dienstvorschriften». Der Schlagzeuger hätte den Einsatz aus «Fahrlässigkeit» verpasst, oder aus «pflichtwidriger Unvorsichtigkeit», wie es im Militärjargon heisst. Sie räumen aber ein, dass kein konkreter Verstoss gegen das Militärstrafgesetz vorliege. 

Warum wurde die Busse trotzdem verhängt? Armeesprecher Daniel Reist äussert sich gegenüber Radio Argovia zum Vorfall. Man hätte Grund zur Annahme gehabt, dass der Fehler, welcher bei drei verschiedenen Auftritten passierte, abgesprochen worden sei. Der Verdacht konnte aber nicht erhärtet werden, wie Reist sagt.

Der Mitbewohner des Musikanten wendet sich nun per Video auf Facebook an die Öffentlichkeit. Dies wurde schon über 40'000 Mal angeklickt.

fmü