ABSTIMMUNG: Berset warnt vor Folgen der Abtreibungsinitiative

Bei einem Ja zur Initiative über die Abtreibungsfinanzierung drohen Folgekosten und Rechtsunsicherheiten. Das sagt Gesundheitsminister Alain Berset im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag».

Sermîn Faki und Eva Novak
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Innenminister Alain Berset. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Innenminister Alain Berset. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Für Bundesrat Alain Berset hat sich die Finanzierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Grundversicherung bewährt. Dadurch sei beispielsweise sichergestellt, dass die Frauen gut beraten und die Eingriffe von Fachpersonen durchgeführt würden. Dadurch komme es kaum zu Komplikationen. «Wenn die Qualität der Leistung und die Begleitung gut sind, senkt das mögliche Folgekosten», so Berset gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag».

Zudem weist der Gesundheitsminister auf Umsetzungsprobleme der Initiative hin. Der Text sei in Bezug auf die Ausnahmen so ungenau formuliert, dass letztlich die Krankenkassen entscheiden würden, ob sie eine Abtreibung bezahlen oder nicht. «Solche Rechtsunsicherheit sollten wir den Frauen nicht zumuten, speziell nicht in einer derart schwierigen Situation», meint Berset.