ABSTIMMUNG: Kaum Geld zur «Rettung der Armee»

Soll die Wehrpflicht abgeschafft werden? Auf keinen Fall finden bürgerliche Politiker. Im Abstimmungskampf lässt sie die Wirtschaft aber im Regen stehen.

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Ein Soldat überquert den Bach auf einer Seilbrücke in Andermatt. (Bild: Keystone)

Ein Soldat überquert den Bach auf einer Seilbrücke in Andermatt. (Bild: Keystone)

Jahrzehnte lang konnten sich die bürgerlichen Parteien bei Armeeabstimmungen auf die Unterstützung der Wirtschaft verlassen. Bei der Finanzierung der Kampagne gegen die GSoA-Volksinitiative zur Abschaffung der Wehrpflicht, über die am 22. September an der Urne befunden wird, üben sich die Wirtschaftsverbände nun jedoch in Zurückhaltung. «Es ist schwierig, Mittel zu beschaffen», bestätigt der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler, der den Verein für eine sichere Schweiz präsidiert, welcher die Kampagne der Gegner der GSoA-Initiative führt, gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag». Wie Recherchen der «Zentralschweiz am Sonntag» zeigen, will nur der Arbeitgeberverband finanzielle Unterstützung zusichern. Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse kann sich lediglich «ein moderates Engagement vorstellen». Der Gewerbeverband will seine Ressourcen dagegen ganz auf den Kampf gegen die 1:12-Initiative konzentrieren.

Diese Zurückhaltung ist ein Zeichen des schwindenden Verflechtung von Wirtschaft und Milizarmee. Armeechef André Blattmann hat das Problem erkannt und den Dialog mit der Wirtschaft wieder intensiviert.

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