Ältere Ehepaare profitieren von Bonus

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Der AHV-Zuschlag von 70 Franken für alle Neurentner sorgt für heftige Diskussionen. Vergessen geht dabei oft die Erhöhung des AHV-Plafonds für Ehepaare von 150 auf 155 Prozent der Maximalrente (um 226 Franken auf 3751 Franken). Die Berechnung der Auswirkungen ist bei verheirateten Paaren, von denen beide Partner berufstätig sind, sehr komplex. Das Beispiel eines 63-jährigen Mannes und einer 60-jährigen Frau zeigt aber, dass Ehepaare profitieren. Beide verdienen 9000 Franken im Monat und erhalten die maximale AHV-Rente. Der Unterschied von drei Jahren entspricht dem statistischen Mittel. Der Mann mit Jahrgang 1954 ist von den Mehrbeiträgen für die AHV und die zweite Säule nicht oder nur wenig betroffen, die Frau mit Jahrgang 1957 dagegen stark. Das Ehepaar zahlt bis zum Rentenalter zusätzliche Abgaben von 12171 Franken. Ab der Pensionierung erhält es höhere Rentenleistungen von 27 873 Franken. Die höhere AHV-Rente macht die Einbussen der Frau in der zweiten Säule mehr als wett. Insgesamt erhält das Ehepaar 15 702 Franken mehr, als es bezahlt. Eine unverheiratete Frau im selben Alter fährt dagegen deutlich schlechter, ein unverheirateter Mann etwas besser. Auf die berufliche Vorsorge hat die Erhöhung des Ehepaar-Plafonds keinen Einfluss.