AHV: Ab 2018 braucht es zusätzliches Einnahmen

Zur Sicherung des finanziellen Gleichgewichts der AHV braucht es ein zusätzliches Mehrwertsteuerprozent. Dies sagt der Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, Serge Gaillard.

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Serge Gaillard in seinem Büro in Bern. (Bild: Pius Amrein/ Neue LZ)

Serge Gaillard in seinem Büro in Bern. (Bild: Pius Amrein/ Neue LZ)

red. Der Bundesrat will die AHV ins finanzielle Lot bringen. Neben dem Rentenalter 65 für alle erwägt er Zusatzeinnahmen über die Mehrwertsteuer. Ab etwa 2018 brauche es ein zusätzliches Mehrwertsteuerprozent, damit das Gleichgewicht für das nächste Jahrzehnt halte, präzisiert nun der Chef der Finanzverwaltung, Serge Gaillard, im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag».

Den Forderungen der bürgerlichen Parteien, die Schuldenbremse für die AHV zeitlich vorzuziehen, erteilt Gaillard eine Absage: «Es gibt hier keinen Autopiloten», sagt er und warnt vor einem Scherbenhaufen, wenn nicht gleichzeitig mit einer Reform das finanzielle Gleichgewicht herstellt werde.

In einem Tour d’Horizon nach den ersten 100 Tagen im Amt nimmt der neue Direktor der Finanzverwaltung auch zur Lage der Bundesfinanzen Stellung. «Jetzt sind die sieben fetten Jahre vermutlich vorbei», sagt er mit Blick auf das schwächere Wirtschaftswachstum. Der Bund profitiert aber stark von den rekordtiefen Zinsen. Letztes Jahr führte dies zu Einsparungen von einer Milliarde Franken.

Gaillard nimmt im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» auch zur Kritik aus der Zentralschweiz am Neuen Finanzausgleich Stellung. Er kann die Klagen der Geberkantone zwar nachvollziehen, will das Gesamtsystem aber beibehalten. Verbesserungsmöglichkeiten würden mit Blick auf die nächste Vierjahresperiode geprüft.

red

Das Interview in voller Länge lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.