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AIROLO: Helikopter-Absturz: Keine Hinweise auf eine technische Ursache

70 Einsatzkräfte von Armee, Polizei und Feuerwehr haben am Donnerstag die Arbeiten an der Unglücksstelle unweit des Gotthard-Hospizes fortgesetzt. Die gefundenen Wrackteile wurden auf einen LKW verladen. Wie lange die Beweissicherung noch dauern wird, ist unklar.
Experten untersuchen das Wrack-Teil des abgestürzten Helikopters. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Experten untersuchen das Wrack-Teil des abgestürzten Helikopters. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

In weisse Schutzanzüge gehüllte Spezialisten von der Aircraft Recovery marschierten am Donnerstag in Formation durch die hochalpine Wiese unweit des Gotthard-Passes. Ihr Auftrag: Jedes noch so kleine Wrackteil des verunglückten Helikopters ausfindig zu machen, um es anschliessend auf einen LKW zu verladen. Unterstützung erhielten sie dabei von Rekruten der Schweizer Armee.

Das Bild des Unglücksorts ähnelte noch jenem vom Vortag: Direkt neben einem kleinen Flusslauf liegen die Überreste des Helikopters - einzig das intakte Heckteil gibt Aufschluss darüber, dass hier ein Super Puma zerschellte. Das mit einer Schweizer Flagge versehene Trümmerteil ragt wie ein Denkmal wider Willen senkrecht in den Himmel.

Auch einen Tag nach dem Absturz liegt noch Kerosingeruch in der Luft. Laute einem Armeesprecher gab es beim Unglück eine Verpuffung des Flugbenzins, jedoch keine Explosion. Mitglieder des Gewässerschutzes aus der Leventina haben mehrere Ölsperren errichtet, um zu verhindern, dass das Grundwasser durch die ausgetretenen Flüssigkeiten verunreinigt wird.

Vollständige Erfassung der Wrackteile

Auf dem Kopfsteinpflaster der Tremola-Passstrasse liegen noch die zerrissenen Hochspannungskabel. Im Verlauf des Mittwochs wurde von offizieller Seite bestätigt, dass der Helikopter das Stromkabel zumindest touchierte. Ob dies der einzige Grund für das Unglück war, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen.

Die Einsatzkräfte der Aircraft Recovery werden alle gefundenen Teile auf einen LKW verladen, der diese dann zur weiteren Untersuchung abtransportieren wird. Zur Seite steht den Spezialisten ein ferngesteuerter Mini-Bagger mit Greifarmen. Wie viel Zeit für diese Spurensicherung noch benötigt wird, war am Donnerstagnachmittag noch nicht bekannt.

Bis der zuständige Untersuchungsrichter einen Abschlussbericht schreiben könne, werde es aber durchaus sechs Monate dauern, so ein Armeesprecher auf Nachfrage. Unter anderem müssten Radardaten ausgewertet und die Flugplanung nachvollzogen werden. Über eine Blackbox habe der Super Puma nicht verfügt.

Zumindest das Wetter begünstigt rasche Aufräumarbeiten: Auf über 2000 Meter über Meer war es am Donnerstag sonnig und weitgehend windstill.

Der Armee-Helikopter geht in Flammen auf. (Bild: Chris van den Heijkant / Keystone)
Die beiden Piloten kommen ums Leben. (Bild: Chris van den Heijkant / Keystone)
Feuerwehrleute löschen die brennenden Trümmer des Helikopters. (Bild: Keystone)
Ein Armee-Fotograf schiesst Fotos von einem Helikopterteil. (Bild: Keystone)
Die Trümmer an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte, in blau) trifft an der Absturzstelle ein. (Bild: Keystone)
Einsatzkräfte der Polizei und der Armee besprechen die Lage vor Ort. (Bild: Urs Hanhart)
Am Boden liegt die abgedeckte Leiche eines Piloten. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann (Mitte in blau) und Bundesrat Guy Parmelin (rechts) an der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Armeechef André Blattmann spricht zu den Medien. (Bild: Keystone)
Bundesrat Guy Parmelin (Mitte) trifft am Unglücksort ein. (Bild: Keystone)
Stromkabel wurden durchtrennt. (Bild: Keystone)
Polizisten und Forensiker stehen in der Nähe der Absturzstelle. (Bild: Keystone)
Die Trümmer des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Die Trümmerteile des Super Pumas. (Bild: Keystone)
Rettungskräfte bei den Trümmern des verunglückten Militärhelikopters bei der Armeefestung Sasso da Pigna auf dem Gemeindegebiet Airolos. (Bild: Keystone)
Korpskommandant Aldo C. Schellenberg, Kommandant Luftwaffe, zweiter von links, spricht an der Seite von Pierre de Goumoens, ZSO Kommandant Luftwaffe, Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation Luftwaffe, und Lukas Rechsteiner, Chef Fluglehrer Puma/Cougar, von links, in einer Medienkonferenz zum Militärhelikopterabsturz beim Gotthard-Hospiz. (Bild: Keystone)
Am Tag danach: In weisse Schutzanzüge gehüllte Spezialisten von der Aircraft Recovery marschierten am Donnerstag in Formation durch die hochalpine Wiese unweit des Gotthard-Passes. Ihr Auftrag: Jedes noch so kleine Wrackteil des verunglückten Helikopters ausfindig zu machen, um es anschliessend auf einen LKW zu verladen. (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
Mit Spezialgeräten werden die Wrackteile... (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
... auf einen Lastwagen geladen. (Bild: Keystone / Samuel Golaj)
20 Bilder

Zwei Tote bei Absturz von Armeeheli

sda

In weisse Schutzanzüge gehüllte Spezialisten von der Aircraft Recovery bringen die Wrackteile weg. (Bild: Keystone / Samuel Golay)

In weisse Schutzanzüge gehüllte Spezialisten von der Aircraft Recovery bringen die Wrackteile weg. (Bild: Keystone / Samuel Golay)

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