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Aktionsplan

In seiner Erzählung «Es wird etwas geschehen – eine handlungsstarke Geschichte» beschreibt Heinrich Böll die Vorgänge in einer Fabrik, deren Patron Alfred Wunsiedel die Belegschaft zu energischem, aber ziellosem Aktionismus anhält. Punkto Emsigkeit steht dem Seifenfabrikanten Wunsiedel der Berner Politik­betrieb in nichts nach. Der Apparat ruft sich nicht bloss «Es muss etwas geschehen!» zu, er hat für die ziellose Betriebsamkeit ein eigenes Instrument erfunden: den Aktionsplan. 1453 Mal wurde laut der Geschäftsdatenbank des Parlaments ein solcher in den letzten Jahren gefordert, beraten, in die Vernehmlassung gegeben oder beschlossen, es ging um Pflanzenschutz, Sportförderung, nachhaltige Entwicklung, gegen Diskriminierung und diese Woche um Menschenhandel. Aktionspläne sind grossartige Instrumente. Sie suggerieren Tatkraft und Entschlossenheit und sind zumeist derart schwammig, dass man nach Verabschiedung derselben im Grunde nichts mehr zu tun braucht. Keine Frage: Alfred Wunsiedel gehört bei den nächsten Wahlen auf jede Liste. (pho)

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