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An den Plafond

Bürokratisch

Nichts demonstriert Herrschaftswissen eindrücklicher als ein wohlplatziertes Fremdwörtchen. In deren Applikation hat unsere Bundesverwaltung eine bewundernswerte Kunstfertigkeit entwickelt: Kein Communiqué verlässt die Schreibstuben zu Bern ohne Reverenz an fremde Sprachen. Schliesslich will der Staatsdiener sicher sein, dass kein Zweifel aufkeimen kann, wer in den hiesigen Institutionen wem zu dienen hat. Besonders en vogue ist derzeit der «Plafond». Konsequent bezeichnet der Bundesberner mit dem französischen Begriff für die Zimmerdecke jede Form von Obergrenze: bei der AHV-Rente für Ehepaare, beim Stellenetat für den Bund oder auch bei den Zuwendungen an die SRG. Verstehen muss der gemeine Bürger all das nicht. Entscheidend ist einzig, dass er anerkennt, dass Bundespolitiker und -angestellte im Schweisse ihres Angesichts raffinierte Lösungen für ihn ersonnen haben. So viel Engagement bedingt selbstverständlich bedeutungsschwangere Benennungen. Als Kollateralschaden hinzunehmen ist da, dass der deutschen Sprache Mächtige bisweilen an den Plafond gehen. (ffe)

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