Arena lädt CVPler wieder aus - weil die CVP dagegen ist

Arena lädt CVPler wieder aus - weil die CVP dagegen ist

Der Sozialvorsteher der St. Gallen Nino Cozzio wolle in der Arena gegen die Revision der Arbeitslosenversicherung argumentieren. Nun hat ihn die TV-Sendung ausgeladen - weil Cozzio der CVP nicht passt.

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Nino Cozzio

Nino Cozzio

Zur Verfügung gestellt

Die CVP ist für die Revision der Arbeitslosenversicherung. Ihre Bundesrätin Doris Leuthard wird in der Arena vom Freitag in der Mitte des Rings für ein Ja weibeln. In der zweiten Reihe sollte der St. Galler Stadtrat Nino Cozzio stehen und zwar in den Reihen der Gegner. Aufgeboten hat ihn der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB.

Die Arena hatte das Aufgebot zunächst akzeptiert. Am späten Mittwochabend hat sie Cozzio wieder ausgeladen. Weil die CVP Druck gemacht hat? Marianne Gilgen, Redaktionsleiterin der Arena, verneint. «Wir haben Cozzio nicht auf Druck der CVP wieder ausgeladen», sagt sie gegenüber a-z.ch.

CVP interveniert bei Arena

Journalistisch-publizistische Gründe hätten den Ausschlag gegeben. Will heissen: Weil der mit dem Zürcher Sozialvorsteher Martin Waser bereits ein Städtevertreter in der ersten Reihe stehe, mache es keinen Sinn, einen zweiten Städtevertreter in der zweiten Reihe auftreten zu lassen. Anstelle von Cozzio hat die Arena nun eine Vertreterin der Jungen eingeladen.

Fakt ist: Die CVP hat bei der Arena bereits letzte Woche interveniert, nachdem sie von Cozzio Auftritt erfahren hatte. Sie wollte verhindern, dass CVP-Vertreter gegen die eigene Bundesrätin antritt. Es entspreche nicht den Regeln, dass sich das Gegnerkomitee mit Leuten aus ihren Reihen schmücken darf. «Das ist für alle verwirrend», erklärt CVP-Sprecherin Marianne Binder.

Cozzio nimmt das Gestürme gelassen. «Es ist kein Problem für mich». Man hätte ihm das Ganze etwas früher mitteilen können. Der CVP-Vertreter legt Wert darauf, dass die Partei keinen Druck auf ihn ausgeübt habe. «Ich hätte einen solchen auch nicht nachgegeben». Er sei schliesslich nicht in einer Partei, in der eine Bundesrätin entscheiden würde, was die Mitglieder zu sagen hätten. Die Sendung will er sich trotzdem anschauen. (rsn)