ARMEE: Jusos proben Aufstand gegen SP

Nach dem Nein zum Gripen tobt in der SP ein Kampf um Auslandeinsätze der Armee. Die Jusos proben den Aufstand gegen den Präsidenten der Mutterpartei.

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Juso-Präsident Fabian Molina: Er fordert mehr Diplomatie statt Friedenssoldaten. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

Juso-Präsident Fabian Molina: Er fordert mehr Diplomatie statt Friedenssoldaten. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

red. Der Streit ist vorprogrammiert. Die Jungsozialisten wollen an ihrer Delegiertenversammlung vom kommenden Samstag mit einer Resolution ihre Mutterpartei, die SP, auf Friedenskurs bringen. Der verbale Schuss vor den Bug stammt von der Leitung der Jungpartei und trägt den Titel «Nein zu Aufrüstung und Interventionismus – Ja zur Diplomatie». Die Schweiz dürfe nicht wie andere Staaten zu militärischen Mitteln greifen, heisst es darin. Vielmehr müsse unser Land auf seine historische Stärke setzen, nämlich den Dialog über unterschiedliche Sprach- und Kulturregionen hinaus: «Statt mit Auslandeinsätzen der Schweizer Armee auf militärische Abenteuer zu setzen, gilt es, der Konfliktlösung ein ziviles Gesicht zu geben.»

Das dürfte bei SP-Präsident Christian Levrat keine Freude auslösen. «Wir wollen 1500 Soldaten permanent ins Ausland schicken», zitierte Christian Levrat aus dem Armeebericht seiner Partei. Davon könne die Schweiz nur profitieren, legte der SP-Präsident kürzlich in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung» die sicherheitspolitischen Forderungen seiner Partei nach dem Nein des Stimmvolks zum Gripen dar.