ASYL: Nur jeder siebte Flüchtling arbeitet

Die Integration in den Arbeitsmarkt fällt Flüchtlingen schwer. Entsprechend hoch ist die Fürsorgeabhängigkeit. Für die Gemeinden bedeutet das Kosten in Millionenhöhe.

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Die Zahl der arbeitstätigen Flüchtlinge in der Schweiz ist tief. Im Bild: Flüchtlinge kümmern sich auf dem Friedhof Bois-de-Vaux in Lausanne um die Grabpflege. (Bild: Keystone)

Die Zahl der arbeitstätigen Flüchtlinge in der Schweiz ist tief. Im Bild: Flüchtlinge kümmern sich auf dem Friedhof Bois-de-Vaux in Lausanne um die Grabpflege. (Bild: Keystone)

Zahlen des Bundesrats offenbaren ein hohes Defizit bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Nur 13,6 Prozent der anerkannten Flüchtlinge im Alter von 18 bis 65 Jahren waren 2013 erwerbstätig (2012: 19,8 Prozent). Das heisst: Nur jeder siebte Flüchtling hat einen Job. Zudem betrug die Sozialhilfequote im Jahr 2012 bei den vorläufig und den definitiv aufgenommenen Flüchtlingen aus Eritrea 91,4 Prozent.

«Gemeinden bluten»

Die Zahlen stammen aus einer Antwort auf eine Interpellation von Peter Keller, Nidwaldner SVP-Nationalrat. «Die Gemeinden müssen für die verfehlte Asylpolitik bluten», ärgert er sich. Vor allem Eritreer würden die Sozialwerke Millionen von Franken kosten.

Kari Kälin