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Aus 70 Jahren Locarno

Chronik

1946 Im Park des Grand Hotel finden die ersten Freiluftaufführungen des Filmfestivals statt. Die Leinwand ist 8 auf 7 Meter gross, 300 Holzstühle stehen davor, doch manchmal drängen sich bis zu 1800 Menschen im überfüllten Park. Im Programm sind 15 Filme zu sehen, hauptsächlich aus den USA.

1949 Die ersten Jahre sind geprägt von Filmen des italienischen Neorealismus. Regisseure wie Vittorio de Sica und Robert Rossellini, Schauspielerinnen wie Gina Lollobrigida und Alida Valli sind zu Gast.

1951 Es findet kein Festival statt, weil kein Kinosaal zur Verfügung steht. Auch 1956 fällt das Festival aus – wegen eines Machtkampfes der Filmproduzenten mit den Organisatoren. Darum findet die 70. Ausgabe des Festivals erst 2017 statt.

1960 Marlene Dietrich ist zu Gast. Mitten im Kalten Krieg zeigt man Filme von jenseits des Eisernen Vorhangs – das kommt nicht überall gut an. 1964 erhält der junge tschechoslowakische Regisseur Miloš Forman den Hauptpreis für «Black Peter». Ab 1965 werden die Preise für Erstlingswerke vergeben.

1968 Unter der Direktion von Freddy Buache und Sandro Bianconi rücken das junge, unabhängige Filmschaffen sowie das politische Kino ins Zentrum. Der Hauptpreis heisst nun «Pardo d’oro», Goldener Leopard.

1971 Die Freilichtaufführungen wechseln auf die Piazza Grande. Die Leinwand wird grösser und bietet über 5000 Sitzplätze. Nach interimistischen Festivalleitungen wird 1972 Moritz de Hadeln neuer Direktor. Er verbindet wieder Unterhaltungskino bis Autorenkino. Den Pardo d’oro gewinnt der Brite Mike Leigh für «Bleak Moments».

1981 David Streiff übernimmt die Direktion und amtet zehn Jahre erfolgreich. Raimondo Rezzonico, Tessiner Zeitungsverleger und Kunstsammler, wird zwei Jahrzehnte lang Festivalpräsident. Legendär, dass er jeweils hinauf zur Madonna del Sasso gewandert ist, um sie um trockenes Wetter zu bitten. Wenig bekannte US-Regisseure wie Spike Lee, Jim Jarmusch, Kathryn Bigelow und Quentin Tarantino sind zu Gast.

1992 Marco Müller, später Direktor in Venedig, leitet das Festival neun Jahre lang und stellt das Programm auf den Kopf. Asiatisches Kino erhält viel Raum, Wettbewerbsfilme werden auf der Piazza Grande gezeigt – mit negativen Reaktionen. Die Piazza-Leinwand ist nun 15 mal 20 Meter gross, und es hat Platz für über 7000 Besucher.

2001 Mit der Italienerin Irene Bignardi leitet erstmals eine Frau das Festival (bis 2005), und sie legt einen Akzent auf Frauenförderung. Über 350 Filme sind 2004 zu sehen. Seit dem Jahr 2000 amtet Marco Solari mit viel Engagement als Festivalpräsident.

2006 Andrea Staka gewinnt für «Das Fräulein» den Goldenen Leoparden. Zuletzt hatte Fredi Murer 1985 mit «Höhenfeuer» den Wettbewerb für die Schweiz gewonnen. Das Grand Hotel, stets der Treffpunkt, schliesst seine Tore.

2009 Nach lediglich drei Jahren im Amt folgt auf den Neuenburger Filmjournalisten Frédérice Maire der Franzose Olivier Père als Direktor. Der gibt sein Amt nach drei Jahren auch wieder ab.

2013 Der italienische Filmkritiker Carlo Chatrian wird Direktor. Es gibt keine radikale Programmänderungen. Man interessiert sich für junge und jung gebliebene Autorenfilmer, die neue Erzählweisen probieren.

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