OSZE-Asienkonferenz

Aussenminister Burkhalter wirbt für verstärkte Kooperation in Asien

Anlässlich der OSZE-Asienkonferenz in Seoul hat Aussenminister Didier Burkhalter am Montag zu einer verstärkten Zusammenarbeit in Asien aufgerufen. Vertrauen stärken könne etwa die Kooperation bei der Terrorbekämpfung, der Katastrophenvorsorge oder im Cyber-Bereich.

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Die Aussenminister Didier Burkhalter (links) und Yun Byung-se disktuierten bei ihrem Treffen unetr anderem die Kooperation auf internationaler Ebene. Burkhalter weilt zur OSZE-Asienkonferenz in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul

Die Aussenminister Didier Burkhalter (links) und Yun Byung-se disktuierten bei ihrem Treffen unetr anderem die Kooperation auf internationaler Ebene. Burkhalter weilt zur OSZE-Asienkonferenz in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul

KEYSTONE/AP/AHN YOUNG-JOON

Burkhalter eröffnete die diesjährige Konferenz zusammen mit dem südkoreanischen Aussenminister Yun Byung-se, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Die Schweiz hat in diesem Jahr den Vorsitz der Asien-Kontaktgruppe inne, nachdem sie im Vorjahr der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vorgestanden hatte.

Die OSZE könne nicht nur den Dialog zwischen Europa und Asien unterstützen, sondern auch für die kooperative Sicherheit im asiatisch-pazifischen Raum Impulse geben, zeigte sich Burkhalter überzeugt. Er lobte Bestrebungen, Dialogstrukturen in Asien zu etablieren. Die Schweiz könne dabei helfen, wenn dies gewünscht sei.

Partnerstaaten der OSZE sind Japan, Südkorea, Thailand, Afghanistan und Australien. Diese Länder tragen unter anderem zur Finanzierung der Beobachtermission der Organisation in der Ukraine bei.

Treffen mit Präsidentin Park

Im Anschluss an die Eröffnung der OSZE-Regionalkonferenz traf sich Burkhalter mit der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye sowie mit Aussenminister Yun. Thema der Gespräche war auch hier die Sicherheit.

Die beiden Aussenminister erörterten laut EDA-Angaben Möglichkeiten der Vertrauensbildung in der Region. So besprachen sie die von Südkorea lancierte "Nordostsiatische Initiative für Frieden und Zusammenarbeit" (NAPCI), die auf verstärkte Zusammenarbeit beim Katastrophenschutz, Luftverschmutzung, die Nutzung des Cyberspace oder die nukleare Sicherheit zielt. Auch ging es um gemeinsame Präventionsmassnahmen gegen gewaltsamen Extremismus.

Bundesrat Burkhalter wird von Südkorea aus weiter nach Vietnam reisen, wo in Hanoi Gespräche mit Vertretern des Landes geplant sind.