AUTOBAHN: Tessiner rufen zu Protest auf der A2 auf

Die Tessiner Lega will mit Mindesttempo eine Autokarawane nach Bern führen. Und damit eine legendäre Demonstration von 1991 wiederholen.

Gerhard Lob
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Das historische Vorbild: Die Freiheitskarawane von 1991 auf der damaligen N 2 zwischen Airolo und Mendrisio. Im Bild zu sehen sind die zwei verstorbenen Lega-Politiker Giuliano Bignasca (links) und Flavio Maspoli. (Bild: Keystone/Karl Mathis)

Das historische Vorbild: Die Freiheitskarawane von 1991 auf der damaligen N 2 zwischen Airolo und Mendrisio. Im Bild zu sehen sind die zwei verstorbenen Lega-Politiker Giuliano Bignasca (links) und Flavio Maspoli. (Bild: Keystone/Karl Mathis)

Die Lega dei Ticinesi will es nochmals wissen. Nach genau 22 Jahren soll die Freiheitskarawane am Freitag erneut durchgeführt werden. Mit der Bummelfahrt im Tempo von 80 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn A2 soll als «Protest gegen die Landvögte in Bern» gelten.

Vignette als «Diebstahl»

1991 waren die Politiker Giuliano Bignasca und Flavio Maspoli in Begleitung dutzender Fahrzeuge gestartet um gegen die Herabsetung der Höchstgeschwindigkeit im Sommer von 120 auf 100 Kilometer pro Stunde zu demonstrieren. Heute wird als einer der Protest-Gründe die Erhöhung des Preises der Autobahn-Vignette auf 100 Franken genannt. Laut Lega sei dies ein «Diebstahl» durch die Landvögte in Bern. Zudem würde dem Tessin auch sonst zu wenig Beachtung geschenkt. Nun wird spekuliert, ob es sich dabei um einen Marketing-Gag handelt. Denn im Gegensatz zu 1991 ist die Lega dei Ticinesi keine kleine Bewegeung mehr und mittlerweile auch im Nationalrat vertreten. Politologen sehen das Vorhaben als Test an. Die Organisatoren würden damit feststellen wollen, in welchem Ausmass sie ihre Basis mobilisieren können.

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