AUTOINDUSTRIE: Renault investiert in Marokko

Der fran­zösische Hersteller Renault soll für 50 000 neue Stellen in Marokko sorgen.

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Skicrosser Mike Schmid (links) mit Jean-Francois Rime (SVP) an einer Medienkonferenz zum Thema «Nein zur Aufhebung der Wehrpflicht». (Bild: Keystone)

Skicrosser Mike Schmid (links) mit Jean-Francois Rime (SVP) an einer Medienkonferenz zum Thema «Nein zur Aufhebung der Wehrpflicht». (Bild: Keystone)

sda. Der französische Autobauer Renault investiert mehr als 900 Millionen Euro in Marokko. Dadurch würden 50 000 neue Arbeitsplätze geschaffen, erklärte der marokkanische Industrieminister Moulay Hafid Elalamy nach der Unterzeichnung des Abkommens mit Renault am Freitag. Die Übereinkunft mit dem französischen Unternehmen werde die marokkanische Automobilbranche, die in den vergangenen drei Jahren bereits der wichtigste Exportsektor des Landes gewesen sei, definitiv verändern, fügte der Minister hinzu.

Wichtigste Region nach Europa

«Durch die mit der marokkanischen Regierung unterzeichneten Verträge wird sich der Umsatz von Renault in Marokko mehr als verdoppeln und in einigen Jahren 2 Milliarden Euro betragen», erklärte Bernard Cambier, zuständig für das Renault-Geschäft in der Region Afrika, Nahost und Indien. Die in den beiden Renault-Werken in Marokko hergestellten Fahrzeuge seien von bester Qualität.

Nach Europa ist die Region Afrika, Nahost und Indien der wichtigste Absatzmarkt für Renault. Mit 360 000 verkauften Fahrzeugen erhöhte sich der Umsatz 2015 um fast 17 Prozent. In Marokko legten die Verkaufszahlen um 11,5 Prozent zu, in Algerien um fast 9 Prozent.

Renault mit seinem Partnerunternehmen Nissan ist nach Toyota, Volkswagen und General Motors der viertgrösste Autobauer der Welt.