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Bahnhof St. Gallen als ÖV-Drehscheibe der Ostschweiz modernisiert

Nach rund fünfjähriger Bauzeit ist der neu gestaltete Bahnhof St. Gallen am Freitag eingeweiht worden. Für die aufgefrischte «Visitenkarte» der Stadt gab es allseits Lob. Verbesserungspotenzial sehen die Behörden noch bei der S-Bahn St. Gallen.
Blick auf den Bahnhofsplatz mit neuer Ankunftshalle (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone (St. Gallen, 31. August 2018))

Blick auf den Bahnhofsplatz mit neuer Ankunftshalle (Bild: Gian Ehrenzeller / Keystone (St. Gallen, 31. August 2018))

(sda)

Stadtpräsident Thomas Scheitlin begrüsste zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft zur festlichen Eröffnung des Bahnhofs, der täglich von 80'000 Personen und 1700 Bussen frequentiert wird. Bis im Jahr 2030 sollen es täglich 110'000 Reisende sein.

Der Bahnhof, laut Scheitlin die «wichtigste ÖV-Drehscheibe in der Ostschweiz», wurde modernisiert, die Unterführungen vergrössert und die Haltestellen von Bussen und Postautos auf dem Bahnhofplatz neu angeordnet. Markant ist die neue Ankunftshalle in der Form eines weissen Glaskubus.

Rund 80 Millionen investiert

Für SBB-Chef Andreas Meyer ist der St. Galler Bahnhof beispielhaft für den neuen Umgang der SBB mit ihren Immobilien. So wurden die Ladenflächen in der Unterführung beim Rathaus deutlich vergrössert. Als «exemplarisch» bezeichnete Meyer auch die gelungene Kooperation zwischen SBB, Stadt und Kanton. Knapp 60 Millionen Franken haben die SBB investiert, weitere 22 Millionen die Stadt.

Neu gestaltet wurde der Kornhausplatz vor dem Bahnhof. Dort steht jetzt wieder der Lämmler-Brunnen, eine hoch aufragende Bronzeplastik in Form eines faltenwerfenden Tuchs. Der Stadtrat wollte das Werk des St. Galler Künstlers Köbi Lämmler (1934-1989) entfernen, krebste aber nach kontroversen Reaktionen wieder zurück.

Das Ensemble Rigolo verzauberte die Gäste mit einer Vorführung der ganz speziellen Art. (Bild: Beat Belser)
SBB-Chef Andreas Meyer im Talk. (Bild: Urs Bucher)
(Bild: Beat Belser)
Mit Schirm und Charme, aber ohne Melone: Der St.Galler Regierungsrat Martin Klöti. (Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
(Bild: Beat Belser)
Überdimensionale Flügel: Das Ensemble Rigolo umrahmte die Bahnhofs-Einweihung. (Bild: Urs Bucher)
Regierungsrat Martin Klöti verfolgt den Talk mit Interesse. (Bild: Urs Bucher)
Stadträtin Maria Pappa bei der Einweihung des neuen Bombardier-Doppelstockzuges. (Bild: Beat Belser)
Blick auf die Ehrengäste bei der Einweihungsfeier in der Bahnhofhalle. (Bild: Urs Bucher)
Interessierte Zaungäste. (Bild: Beat Belser)
Stadträtin Maria Pappa gibt dem neuen Bombadier-Zug grünes Licht. (Bild: Urs Bucher)
Elegant: Das Ensemble Rigolo bei den Einweihungsfeierlichkeiten. (Bild: Urs Bucher)
Diskussionen über den öffentlichen Verkehr: Unter der Leitung von Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid (Mitte) diskutierten (v.l.) Regierungsrat Bruno Damann, Stadträtin Maria Pappa, SBB-Chef Andreas Meyer und Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Urs Bucher)
SBB-Chef Andreas Meyer. (Bild: Beat Belser)
Der St.Galler alt Regierungsrat Willi Haag (rechts) im Gespräch mit Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Urs Bucher)
Die Stadtsanktgaller Bauchefin Maria Pappa neben Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Urs Bucher)
Die Bahnhofseinweihung - ein grosser Tag für Stadtpräsident Thomas Scheitlin. (Bild: Beat Belser)
Sitzgelegenheiten am neuen St.Galler Hauptbahnhof.
Grosses Stelldichein in der Bahnhofshalle. (Bild: Beat Belser)
Auch Regierungsrat Martin Klöti fehlte am Anlass nicht. (Bild: Beat Belser).
25 Bilder

Die Bilder zur Einweihung des St.Galler Hauptbahnhofs

Neuer Doppelstock-Zug getauft

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde der erste neue Fernverkehrs-Doppelstockzug der SBB auf den Namen «St. Gallen» getauft. Er wird laut Andreas Meyer ab dem Fahrplanwechsel im Dezember zwischen St. Gallen und Genf eingesetzt. Die SBB beschaffen 62 solche Doppelstöcker für rund 1,9 Milliarden Franken.

Die städtische Baudirektorin Maria Pappa wünscht sich als nächstes eine Verbesserung der S-Bahn und eine schnellere Verbindung nach München. Laut dem kantonalen Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann dürfte dies aber nicht so schnell gehen: Das Fahrgastaufkommen sei noch zu klein für eine S-Bahn im Viertelstundentakt.

Hinweis für alle App-Nutzer: Klicken Sie unten auf "Dieses Element anzeigen", und Sie gelangen zur Live-Berichterstattung zur Eröffnung des St.Galler Bahnhofs.

So lief die Eröffnung des neuen Bahnhofs in St. Gallen

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