Hundekot

Bauern fordern Bussen für Hundehalter

Der Bauernverband fordert schweizweit Bussen für Hundehalter, die den Kot ihrer Tiere liegenlassen. Ihr Verband beantragt, diesen Punkt zusätzlich in das geplante Gesetz gegen Littering aufzunehmen.

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Im Visier der Bauern: Hundehalter. (Symbolbild)

Im Visier der Bauern: Hundehalter. (Symbolbild)

Dieses Gesetz sieht vor, dass Abfallsünder, die Verpackungen, Dosen oder Kaugummis im öffentlichen Raum liegen lassen, künftig mit bis zu 300 Franken bestraft werden.

Die Bauern nutzen die Vernehmlassung zur Vorlage nun dazu, um auch noch die Hundehalter in die Pflicht zu nehmen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. "Ein ähnliches Problem wie der Abfall ist liegengelassener Hundekot», schreibt ihr Dachverband in seiner Stellungnahme. «Er ist nicht nur unappetitlich, sondern wegen des Parasiten Neospora auch für die Gesundheit der Nutztiere eine Gefahr».

Laut Bauernpräsident Markus Ritter (CVP) kommt es immer wieder vor, dass Hundekot beim Mähen und Silieren ins Futter gerät und die Tiere so gefährliche Parasiten auflesen. «Wir erwarten, dass alle Hundehalter den Kot ihrer Tiere aufnehmen», sagt Ritter. Darum habe man auch überall die grünen Robidog-Kästen aufgestellt.

Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft widersetzt sich der Forderung nicht. «Das Aufnehmen des Kots gehört zu jedem verantwortungsvollen Hundehalter», sagt deren Präsident Hansueli Beer. Er verweist allerdings auch darauf, dass dies in vielen Kantonen und Gemeinden bereits Pflicht und Gesetz ist.