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BAZL verlangt für den Weiterbetrieb der JU-Air vorsorgliche Massnahmen

Die JU-Air will am Freitag den Flugbetrieb mit ihren beiden Oldtimerflugzeugen vom Typ Junkers Ju-52 wieder aufnehmen. Für die Aufnahme des Flugbetriebes muss die JU-Air aber zuerst vorsorgliche Massnahmen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) erfüllen.
Die Absturzstelle der JU-52 am Piz Segnas ob Flims. (Bild: Kapo Graubünden/ Handout/ Keystone, Flims, 5. August 2018)

Die Absturzstelle der JU-52 am Piz Segnas ob Flims. (Bild: Kapo Graubünden/ Handout/ Keystone, Flims, 5. August 2018)

(pd/zim/sda) Nach dem Absturz einer Junkers Ju-52 am 4. August hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) mit der JU-Air und der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) die Situation analysiert. Wie das BAZL am Donnerstag mitteilte, gibt es momentan «keine Hinweise auf ein generelles technisches Problem bei der Ju-52, das ein Grounding der restlichen Schweizer Ju-52-Flotte rechtfertigen würde».

Die Untersuchung der Sust könne aber bis zu einem ersten Zwischenergebnis noch mehrere Wochen bis Monate andauern. Sollte sich während dieser Zeit ein Hinweis auf ein technisches Problem ergeben, würde das BAZL die Lage neu beurteilen und allenfalls ein Flugverbot aussprechen.

Drei vorsorgliche Sofortmassnahmen

Bis weitere Erkenntnisse aus der Unfalluntersuchung vorliegen, muss die JU-Air vorsorgliche Massnahmen des BAZL umsetzen:
- Erstens verlangt das BAZL, dass vorläufig bei Flügen eine Minimalhöhe eingehalten werden muss, die über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe liegt.
- Zweitens müssen die Flugzeuge der JU-Air ab sofort einen GPS-Datenaufzeichungsgerät mitführen, das jeden Flug aufzeichnet und eine nachträgliche Beurteilung der Flugroute erlaubt.
- Drittens sollen die Passagiere während des Fluges zudem angeschnallt bleiben und nicht mehr frei im Flugzeug zirkulieren können.

Diese vorsorglichen Massnahmen müssen von der JU-Air vor Aufnahme des Flugbetriebes umgesetzt werden. Die JU-Air hat dem BAZL bereits zugesichert, dass sie diese Auflagen entsprechend umsetzen wird.

Ju-Air erfüllt Auflagen

Die Ju-Air begrüsste die Auflagen und versicherte, sie vollumfänglich zu erfüllen. Sie basierten zu einem grossen Teil auf Vorschlägen der Gesellschaft selbst, teilte sie am Donnerstag mit. Der Flugbetrieb werde am Freitag wie geplant wieder aufgenommen.

Ju-Air-Chef Kurt Waldmeier erklärte, es sei sinnvoll, sich Gedanken über zusätzliche Sicherheitsmargen zu machen, da es noch keine konkreten Hinweise auf die Unglücksursache gebe. Das BAZL habe rasch gehandelt.

Das dreimotorige Flugzeug, das auf Sicht geflogen wird, ist die Nostalgie-Maschine in der Schweiz schlechthin, in Liebhaberkreisen «Tante Ju» genannt. Die Junkers Ju-52 mit der Immatrikulation HB-HOT und Baujahr 1939 war am 4. August gegen 17 Uhr an der Westflanke des Piz Segnas, auf 2540 Metern über Meer, auf Flimser Gemeindegebiet abgestürzt. Dabei kamen alle 17 Passagiere und die drei Besatzungsmitglieder ums Leben.

Die Ju-Air als Besitzerin der Maschine ist ein Verein, gegründet von Freunden der schweizerischen Luftwaffe (VFL). Er hatte in den 1980er-Jahren die drei von der Armee ausgemusterten Ju-52 übernommen.

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