BEHINDERTENVERBAND: Dachverband verklagt SBB

Die neuen SBB-Doppelstockzüge könnten sich noch einmal verspäten. Wie «10 vor 10» am Montag berichtete, fordert der Behindertendachverband kurz vor dem ersten Einsatz teure ­Anpassungen.

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Kosten sparen ohne Leistungseinbussen: Diese Leistungsvereinbarung haben die SBB abgeschlossen. (Bild: Keystone)

Kosten sparen ohne Leistungseinbussen: Diese Leistungsvereinbarung haben die SBB abgeschlossen. (Bild: Keystone)

Eine Besichtigung vor Weihnachten ergab, dass Rollstuhlfahrer nicht selbstständig aussteigen können. Gemäss Dachverband verstösst dies gegen das Behindertengleichstellungsgesetz. Er hat beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen die SBB, den Hersteller Bombardier und das Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht. Darin wird gefordert, dass die ­gebauten sechs Doppelstockzüge behindertengerecht umgebaut und bei weiteren sich im Bau befindenden 56 Zügen Änderungen an der Konstruktion vorgenommen werden. Laut «10 vor 10» lehnten die SBB den Umbau aber ab. Unter anderem sei das finanzielle Risiko zu gross. (red)