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Bei der CVP ist die logische Kandidatur
nicht in Sicht

Nach dem Rücktritt von Bundesrätin Doris Leuthard macht sich ihre Partei auf die Suche nach möglichen Nachfolgern. Anders als bei der FDP gibt es keinen Kronfavoriten und keine Top-Kandidatin.
Fabian Fellmann
Bundesrätin Doris Leuthard, rechts, und Bundesratssprecher Andre Simonazzi verlassen nach ihrer Rücktrittsankündigung per Ende Jahr den Pressesaal im Medienzentrum des Bundeshauses.(Bild: KEYSTONE/Peter Schneider, (Bern, 27. September 2018)

Bundesrätin Doris Leuthard, rechts, und Bundesratssprecher Andre Simonazzi verlassen nach ihrer Rücktrittsankündigung per Ende Jahr den Pressesaal im Medienzentrum des Bundeshauses.(Bild: KEYSTONE/Peter Schneider, (Bern, 27. September 2018)

Er wäre der aussichtsreichste Erbe von Doris Leuthard gewesen. Doch nach dem Rücktritt der CVP-Bundesrätin sagt der Zuger Gerhard Pfister: «Ich bin kein Kandidat, sondern Parteipräsident.» Auch der Bündner Ständerat Stefan Engler sagt: «Ich stehe als Kandidat nicht zur Verfügung.» Jetzt rücken folgende möglichen Anwärter in den Fokus:

  • Nationalrätin Viola Amherd (VS): Die 56-jährige Walliserin ist ein Urgestein im Bundeshaus, wo sie seit 2005 politisiert. Die Anwältin und frühere Stadtpräsidentin von Brig ist schlagfertig und häufig Gast in der Arena von SRF. Sie ist in der Fraktion etwas links der Mitte positioniert.
  • Regierungsrat Benedikt Würth (SG): Als Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen baut der 50-jährige St. Galler Finanzdirektor derzeit sein Beziehungsnetz in Bern aus. Bundesrätin Leuthard soll viel vom früheren Präsidenten von Jona und dann der fusionierten Stadt Rapperswil-Jona halten. «Die Frage einer Kandidatur werde ich nun mit meiner Partei und meinem Umfeld gründlich analysieren und zum gegebenen Zeitpunkt einen Entscheid fällen», sagt Würth.
  • Ständerat Erich Ettlin (OW): Der Obwaldner ist zwar erst seit zwei Jahren Ständerat, doch hat er sich bereits eine gute Position erarbeitet. In der Partei hat der 56-jährige Steuerexperte den Anstoss für die Gesundheitsinitiative gegeben. «Es steht der Zentralschweiz wieder an, einen Bundesrat oder eine Bundesrätin zu stellen», sagt Ettlin. Er lasse sich das Ganze jetzt durch den Kopf gehen.
  • Bundeskanzler Walter Thurnherr: Der Bundeskanzler gilt als der achte Regierungsrat. Der heute 55-jährige Physiker aus dem Kanton Aargau ist seit 2016 im Amt und amtete davor als Leuthards Generalsekretär. Thurnherr würde das Amt des Bundesrats zugetraut. Doch ginge die CVP damit einer einflussreichen Beamtenstellung verlustig.
  • Ständerat Pirmin Bischof (SO): Der 59-jährige Anwalt ist derzeit Präsident der einflussreichen Wirtschaftskommission. Der Solothurner ist in der Energiewirtschaft gut vernetzt und sitzt im Verwaltungsrat des Luzerner Liftherstellers Schindler. Ab 2007 war er Nationalrat, ab 2015 wirkte er dann im Ständerat.
  • Nationalrat Daniel Fässler (AI): «Es ist grundsätzlich eine spannende Aufgabe, im Bundesrat mitwirken zu können», sagt der 58-jährige Rechtsanwalt. Als langjähriger Regierungspräsident im Kanton Appenzell Innerrhoden wisse er, was es heisse, einem Gremium vorzustehen. Ob eine Bundesratskandidatur aber ein Thema für ihn sei, darüber müsse er erst vertieft nachdenken.
  • Nationalrätin Andrea Gmür (LU): «Es freut und ehrt mich, wenn meine Name ins Spiel kommt», sagt die Luzernerin zur Bundesratsnachfolge. Gmür ist Präsidentin der CVP Stadt Luzern und arbeitete lange als Gymnasiallehrerin. Derzeit ist sie Geschäftsführerin der Stiftung Josi J. Meier. Für die 54-Jährige ist klar, dass neben der FDP auch die CVP eine Frau aufstellen muss.
  • Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (BL): Die 54-jährige Juristin hat als Präsidentin der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats enie hohe Medienpräsenz. Sie ist ausserdem in der Wirtschaft gut vernetzt, präsidiert die Handelskammer beider Basel und sitzt im Vorstand von Economiesuisse. Sie sagt: «Ich werde eine saubere Auslegeordnung machen und das Gespräch suchen mit meiner Familie, meinem Umfeld, mit der Kantonalpartei und der Bundeshausfraktion. Zu gegebener Zeit werde ich kommunizieren.»
  • Ständerat Peter Hegglin (ZG): Als Präsident der Finanzdirektoren hatte sich der Zuger einen Namen auf der nationalen Bühne gemacht, schon bevor er 2015 vom Regierungsrat in den Ständerat wechselte. Der Bauer hat viel Exekutiverfahrung auf Gemeinde- und Kantonsebene gesammelt. Der Wechsel auf die Parlamentarierseite hat ihm anfänglich Mühe bereitet. Inzwischen hat der 57-Jährige Tritt gefasst und sein Netzwerk vor allem in diversen bäuerlichen Organisationen ausgebaut.

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