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BERN: 11 Millionen Franken für Nepal

Die Schweiz solidarisiert sich mit den Opfern des Erdbebens von Nepal: An ihrem Sammeltag hat die Glückskette bis Dienstagabend um 21 Uhr fast zehn Millionen Franken Spendenversprechen entgegengenommen.
Auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hilft sammeln (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hilft sammeln (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Zählt man die 6,1 Millionen Franken dazu, die bereits nach dem ersten Spendenaufruf der Glückskette am 25. April für die notleidende Bevölkerung zusammengekommen sind, beläuft sich die Schweizer Hilfe insgesamt auf rund 16 Millionen Franken.

Der Spendenmarathon dauerte offiziell bis Mitternacht. Das Geld wird in Nothilfe und in Wiederaufbauprojekte fliessen.

Die Einzelspenden hätten sich zwischen zehn, mehreren hundert und einigen tausend Franken belaufen, schrieb die Glückskette. Zahlreiche Gemeinden, Kantone und Unternehmen steuerten mit Spenden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken zusätzlich einen grossen Beitrag zum Ergebnis bei.

Eine grössere Einzelspende ging vom Telekomkonzern Swisscom ein. Die Mitarbeitenden spendeten über 100'000 Franken, worauf Swisscom den Betrag verdoppelte und insgesamt der Glückskette 250'000 Franken zusagte, wie das Unternehmen mitteilte.

Sommaruga am Spendentelefon

Rund 500 Personen nahmen in den SRG-Studios in Zürich, Chur, Genf und Lugano für die Glückskette Spendenversprechen entgegen. Prominente Verstärkung erhielten die Freiwilligen von höchster Stelle. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga nahm am frühen Abend bei einem Besuch im Spendenzentrum in Zürich selbst Anrufe entgegen.

Das Schicksal der Menschen in Nepal habe auch die Schweiz stark berührt und bewegt, sagte Sommaruga. «Der Sammeltag der Glückskette beweist, dass bei grossen Katastrophen ein Ruck durch das ganze Land geht und sich die Schweizer Bevölkerung über Alters-, Sprach- und Einkommensgrenzen hinaus solidarisch und grosszügig zeigt.»

Vertrauensbeweis

Ladina Heimgartner, Präsidentin der Stiftung Glückskette, sieht die Spendenbereitschaft der Schweizer Bevölkerung auch als Vertrauensbeweis «in die Glückskette und ihre 14 Partnerorganisationen, welche vor Ort unter schwierigsten Bedingungen Überlebenshilfe leisten».

Die Partnerhilfswerke der Glückskette sind bereits in der vom Erdbeben betroffenen Region aktiv. Sie unterstützen Spitäler mit zusätzlichem Personal und verteilen Lebensmittel, Trinkwasser und Planen an die Betroffenen zur Deckung des dringendsten Bedarfs. Zudem setzen sie sich für den Wiederaufbau von Wasserstellen ein, wie die Glückskette mitteilte.

Beim Erdbeben am 25. April kamen mehr als 7200 Menschen ums Leben, Zehntausende wurden verletzt. Die Zahl der Opfer dürfte laut den Behörden weiter steigen, da noch nicht alle Regionen erreicht wurden.

HINWEIS
Spenden sind jederzeit möglich auf das Postkonto 10-15000-6, Vermerk «Nepal», online über <strong>www.glueckskette.ch</strong> oder über die Swiss-Solidarity-App der Glückskette.

Zentralschweiz spendet für Erdbeben-Opfer

Stadt Luzern: 40'000 Franken
Gemeinde Meggen: 10'000 Franken
Hotel Schlüssel, Luzern: Gesamtes Trinkgeld dieser Woche. Der Beitrag wird von der Direktion verdoppelt
Gemeinde Baar: 10'000 Franken
Kanton Schwyz: 30'000 Franken
Kanton Uri:10'000 Franken

Kennen Sie weitere Personen, Firmen oder Institutionen aus unserer Region, die für die Opfer des Erdbebens in Nepal spenden?
Dann schicken Sie uns ein Email an redaktion.online@luzernerzeitung.ch inkl. Angaben der Spendenhöhe sowie Firmenname. Die Online-Redaktion führt die Liste fort.

sda/rem

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