BERN: Bundeshaus wird in blau-weiss-rot erstrahlen

Nach den Terroranschlägen in Paris zeigt sich die Schweiz solidarisch mit Frankreich. Als äusserliches Zeichen erstrahlt am Montagabend das Bundeshaus in Bern in den Farben der Trikolore. Einem Aufruf zu einer Schweigeminute folgten am Mittag in Bern hingegen nur wenige.

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Während 45 Minuten erstrahlte das Bundeshaus in den Farben der französischen Trikolore (Bild: Keystone/LUKAS LEHMANN)

Während 45 Minuten erstrahlte das Bundeshaus in den Farben der französischen Trikolore (Bild: Keystone/LUKAS LEHMANN)

Präsident François Hollande (mitte) hielt sich mit Premierminister Manuel Valls (rechts) an der Pariser Universität Sorbonne auf, da unter den Opfern viele junge Leute waren. (Bild: EPA / Stephanie de Sakukutin)
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Studenten singen die Nationalhymne. (Bild: EPA / Guillaume Horcajuelo)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und der französische Botschafter in der Schweiz, René Roudaut, halten in Bern eine Schweigeminute ab. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Auch der G20-Gipfel im türkischen Ort Bele unterbrach um 13.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) seine Sitzung. Die Teilnehmer versammelten sich schweigend neben den Flaggen Frankreichs und der Europäischen Union, die jeweils ein schwarzes Trauerband trugen. (Bild: AP / Anadolu)
City Hall, Paris (Bild: EPa / Christophe Petit Tesson)
Champs Elysées (Bild: AP / Peter Dejong)
Carillon-Restaurant im 10. Pariser Bezirk. (Bild: AP / Frank Augstein)
Carillon-Restaurant im 10. Pariser Bezirk. (Bild: EPA / Etienne Laurent)
Eurostar-Terminal, London (Bild: AP / Anthony Devlin)
Brandenburger-Tor, Berlin (Bild: AP / Michael Sohn)
Lyon (Bild: AP / Jérôme Delay)
Lyon (Bild: AP / Laurent Cipriani)
Trafalgar Square, London (Bild: AP / Philip Toscano-Heighton)
Prinz Albert II mit seiner Frau Charlene (links) in Monaco. (Bild: EPA / Sebastien Nogier)
Luxemburg (Bild: EPA / Jose Sena Goulao)
Der spanische Vize-Präsident Soraya Saez de Santamaria (vierter von links) gedenkt in Madrid den Opfern. (Bild: EPA / Angel Diaz)
Schweigeminute zugunsten der Opfer in Den Haag (Bild: EPA / Jerry Lampen)

Präsident François Hollande (mitte) hielt sich mit Premierminister Manuel Valls (rechts) an der Pariser Universität Sorbonne auf, da unter den Opfern viele junge Leute waren. (Bild: EPA / Stephanie de Sakukutin)

In den Strassen der Berner Innenstadt ging es gewohnt geschäftig zu, wie eine sda-Korrespondentin beobachtete. Um 12 Uhr hielten teilweise Busse und Trams kurz an. Auch vereinzelte Passanten hielten inne.

Einzig auf dem Bundesplatz kam es zu einer kleinen Menschenansammlung. Mehr als 50 Menschen gruppierten sich dort um ein Herz aus Kerzen, wie ein sda-Korrespondent feststellte. Manche Leute lagen sich in den Armen.

In den Tagen seit den Attentaten in Paris ist es in Bern zu verschiedenen, kleineren Trauerbekundungen gekommen. Auf dem Bundesplatz wurde etwa Kerzen angezündet und vor der Französischen Botschaft in Bern Blumen niedergelegt.

In den Farben der Trikolore

Weltweit wurden in den letzten Tagen markante Gebäude in den französischen Nationalfarben Blau, Weiss und Rot beleuchtet, etwa das Brandenburger Tor in Berlin, das One World Trade Center in New York oder das Opernhaus in Sydney.

Auf Initiative von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Nationalratspräsident Stéphane Rossini und Ständeratspräsident Claude Hêche wird das Bundeshaus am Montagabend von 18.00 bis 18.45 Uhr in den Farben Frankreichs erstrahlen, wie die Parlamentsdienste mitteilten.

In einem Kondolenzschreiben an ihre beiden französischen Ratskollegen verurteilten Rossini und Hêche die «abscheulichen Terrorakte von Paris». Diese seien Angriffe auf die Grundwerte und die Freiheit der Gesellschaft. Die Trauer Frankreichs mache die Schweiz und ihre Bevölkerung tief betroffen, seien die beiden Völker doch seit jeher historisch, kulturell und gesellschaftlich eng verbunden.

Nachdem das Bundeshaus in den französischen Nationalfarben erstrahlt ist, wird die Lichtshow Rendez-vous Bundesplatz an die Fassade des Bundeshauses projiziert. Das Lichtspektakel läuft seit Mitte Oktober und ist noch bis Ende November zu sehen.

Am Wochenende begannen die Aufführungen aus Solidarität mit den Opfern der Terroranschläge in Paris jeweils mit einer Schweigeminute, wie Projektinitiantin Brigitte Roux auf Anfrage sagte.

sda