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BERN: Lenzerheide statt Andermatt oder Engelberg

Der Bundesrat empfiehlt, dass das neue Nationale Schneesportzentrum in Lenzerheide eröffnet wird. Andermatt und Engelberg bedauern, hoffen aber weiter.
Der Bund empfiehlt ein Schneesportzentrum in der Lenzerheide (Bild). (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Der Bund empfiehlt ein Schneesportzentrum in der Lenzerheide (Bild). (Bild: Keystone / Gian Ehrenzeller)

Der Entscheid für einen Standort ist damit aber noch nicht definitiv gefallen, hiess es beim Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Es handle es sich lediglich um eine Empfehlung des Bundesrats.

Dieser gab seinen Vorentscheid bei der Präsentation der Gesamtschau zur Sportförderung bekannt. Der Bundesrat schätzt die Investitionen für das Schneesportzentrum auf 60 bis 85 Millionen Franken und die jährlichen Betriebskosten auf 10 bis 15 Millionen Franken.

Offiziell sind noch fünf Standorte im Rennen um das neue Schneesportzentrum. Im Januar vergangenen Jahres hatte der Bund die Ergebnisse einer ersten Analyse veröffentlicht. In technischer Hinsicht schnitt Lenzerheide am besten ab, knapp gefolgt von Andermatt UR. Dahinter landeten Engelberg OW, Fiesch VS und Davos GR.

Die anderen Bewerber - S-chanf GR, Wildhaus SG, Crans-Montana VS und Grindelwald BE- sind inzwischen aus dem Rennen. Wildhaus und Crans-Montana zogen offiziell ihre Kandidatur zurück.

Der Kanton Wallis zeigte sich in einer ersten Reaktion «zutiefst» enttäuscht vom Entscheid des Bundesrates. Man habe mit einem Dossier von fundierter Qualität für den Standort Fiesch kandidiert, heisst es in einer Mitteilung. Einmal mehr bleibe der Kanton von den Zukunftsplänen des Bundesrates ausgeschlossen.

Mit dem Nationalen Schneesportzentrum sollen die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Schneesportlagern für Schulen verbessert werden. Das Zentrum soll auch für Aus- und Weiterbildungskurse im Schneesport dienen und Ansprüchen des Leistungssports genügen.

Andermatt sieht weiterhin Chancen

Der Vorschlag des Bundesrates, in Lenzerheide ein nationales Schneesportzentrum zu bauen, wird in Andermatt zur Kenntnis genommen. Er sei überzeugt, dass Andermatt nach wie vor in einer guten Ausgangslage sei, sagte Gemeindepräsident Roger Nager.

Nager sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda, es sei noch nichts entschieden. Andermatt könne in der Vernehmlassung vor allem wegen seiner zentralen Lage Unterstützung diverser Kantone erhalten.

Auch der zuständige Urner Regierungsrat Beat Jörg hält die Chancen von Andermatt für intakt. Es gehe nun darum, Allianzen mit den Zentralschweizer Kantonen zu suchen, sagte er am Rande der Landratssession.

Uri werde das Lobbying, das in den vergangenen Monaten etwas zurückgefahren worden sei, sicherlich wieder etwas hochfahren, sagte Jörg. Allenfalls könne er das Tessin und vielleicht das Wallis für den Vorschlag Andermatt gewinnen.

Andermatt hatte sich als Standort für ein nationales Schneesportzentrum in einer Analyse von Anfang 2014 knapp hinter Lenzerheide auf dem zweiten Rang platziert. Auf einem hinteren Platz gelandet war Engelberg.

Der Obwaldner Bildungsdirektor Franz Enderli bedauert zwar, dass der Bundesrat die Bewerbung aus Obwalden nicht weiterverfolgen wolle. Nach der ersten technischen Evaluation habe er aber leider damit rechnen müssen, sagte er am Rande der Kantonsratssitzung.

Auch Enderli hofft, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Nun müsse die Vernehmlassung abgewartet werden. Engelberg sei mit der vorhandenen Sportmittelschule und den bedeutenden Skisprunganlagen nach wie vor ein gut positionierter Wintersportort.

sda

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