BERN: Piloten sollen kritische Ereignisse rapportieren

Am Dienstag hat der Bundesrat die Änderungen der Luftfahrtverordnung (LFV) und der Verordnung über den Lufttransport (LTrV) genhmigt. Nun sollen Erfahrungen der Piloten für die Unfallverhütung in der Zivilluftfahrt genutzt werden können.

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Symbolbild Keystone / Gaetan Bally

Symbolbild Keystone / Gaetan Bally

Die Änderungen in der Luftfahrtverordnung (LFV) und der Verordnung über den Lufttransport (LTrV) betreffen unter anderem Anpassungen an die europäischen und internationalen Regelungen. So tritt voraussichtlich im April die Änderung der europäischen Verordnung über die Meldung, Analyse und Weiterverfolgung von Ereignissen in der Zivilluftfahrt in Kraft. Neu werden Piloten und Pilotinnen dazu angehalten, ihre Erfahrungen und sicherheitsrelevante Informationen weiter zu geben. Davon erhofft man sich Gefahren und Risiken früher zu erkennen und so Unfälle verhüten zu können.

Weiter werden Gleitschirm- und Deltaseglerpiloten dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für die Beförderung von Passagieren abzuschliessen. Diese Regelung tritt am 1. Januar 2017 in Kraft.

Eine weitere Änderung betrifft die Anpassung der Haftpflicht der Fluggesellschaften, wenn Passagiere ge- oder Reisegepäck beschädigt wird oder es zu Verspätungen kommt. Im Übereinkommen von Montreal aus dem Jahr 1999 ist der Umfang der Haftpflicht festgelegt. Gemäss diesem Übereinkommen muss dieser regelmässig überpfüft werden.
 

pd/spe